50.000 GewerkschafterInnen demonstrieren in Breslau

  • 19.09.2011
  • ew
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Rund 50.000 GewerkschafterInnen nahmen am Samstag an der Demonstration des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Wroclaw/ Breslau teil. Auch MetallerInnen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen zeigten Flagge.

Foto: Hartwig Paulsen

Die polnischen Gewerkschaften - unterstützt von KollegInnen aus ganz Europa - signalisierten deutlich, dass sie mit der Politik der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nicht einverstanden sind und dass sie die geplante Niedriglohnstrategie ebenso ablehnen wie Eingriffe in die Tarifautonomie.

 

Anlass für die Protestkundgebung war das Treffen der EU-Finanzminister in Wroclaw, die dort über die Bewältigung der europäischen Schuldenkrise berieten. Polen hat derzeit die EU-Präsidentschaft inne.

 

Angeführt wurde der Protestmarsch von der Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes, Bernadette Segol, die klare politische Entscheidungen für eine nachhaltige, solidarische Wirtschaftpolitik im Interesse der BürgerInnen Europas einforderte.

 

Sehr beeindruckend waren die zustimmenden Reaktionen der PassantInnen entlang des rund sechs Kilometer langen Demonstartionszuges durch die Innenstadt.

 

Während der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz bekräftigten die GewerkschaftsvertreterInnen ihre Entschlossenheit, gegen das Diktat der Finanzmärkte und die unsozialen Sparmaßnahmen vorzugehen.

 

Markus Schlimmbach, stellvertretenden DGB-Landesvorsitzender aus Sachsen, forderte in seinem Beitrag, die drastischen Lohnkürzungen und den Sozialabbau in Europa zu stoppen.

 

„Eingriffe in Tarifsysteme und Deregulierung von Arbeitsstandards aus Brüssel werden wir nicht hinnehmen. Prekarisierung und Arbeitslosigkeit, sowie wachsende Einkommensunterschiede führen zur sozialen Spaltung. Wir brauchen leistungsfähige soziale Sicherungssysteme, um sozialen Zusammenhalt und Solidarität in Europa zu garantieren.“

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Fotos von der Demonstration