Arbeitgeber aufgepasst! Schon 30.000 Metaller im Warnstreik - Wir können auch anders!

  • 19.02.2015
  • bg
  • Aktuelles, Metall-/Elektro

Über 30.000 Beschäftigte aus Berlin-Brandenburg und Sachsen unterstützten mit befristeten Arbeitsniederlegungen, Warnstreikkundgebungen und Autokorsos die Forderungen dieser Tarifrunde. Bezirksleiter Olivier Höbel lobte die Beschäftigten für deren großartiges Engagement und sprach von einer »ausgezeichneten und sehr entschlossenen Beteiligung«. Er forderte die Arbeitgeber auf, jetzt zügig eine akzeptable Lösung vorzulegen.

Bei Mahle in Heindorfgrund. Foto: Igor Pastierovic

Bundesweit waren bereits rund 700.000 Beschäftigte in Warnstreiks. Heute traten bei uns im Bezirk BBS rund 700 Beschäftigte in den Ausstand.

 

Mit einer bundesweiten Schwerpunkaktion bei Mahle legten mehrere Hundert Beschäftigte an verschiedenen Standorten in Sachsen sowie in Brandenburg, befristetet die Arbeit nieder, um die Tarifforderungen der IG Metall zu unterstützen.

 

Zugleich wurde unter dem Motto: „Zukunft statt Abzocke“ gegen die Pläne Mahles protestierte. Mahle, der mit rund zehn Milliarden Euro Umsatz viertgrößte Autoteilebauer der Republik, will in Deutschland die Personalkosten um 15 Prozent senken und bis 2019 Hunderte Stellen abbauen.

 

Gesamtbetriebsrat und IG Metall fordern eine Zukunftsperspektive für alle deutschen Standorte mit einer Standort- und Beschäftigungssicherung bis 2020 und keine Angriff auf bestehende Tarifverträge.

 

An den Warnstreiks beteiligten sich heute Metaller von MAHLE ITS Reichenbach in Bobritzsch-Hilbersdorf, Mahle Motorkomponenten in Roßwein, MAHLE Industrial Thermal Systems Reichenbach sowie MAHLE Behr in Kirchberg. Auch Beschäftigte von IAM Components Mylau und SBG - Sächsisch-Bayerische Starkstrom-Gerätebau traten in den in den Ausstand. In den Warnstreik traten ebenfalls Beschäftigte der Bahntechnik in Brand-Erbisdorf und MAHLE Ventiltrieb Brandenburg in Wustermark.

 

Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen verhandelt für die rund 160.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen in dritter Runde am 25. Februar in Chemnitz sowie für die rund 100.000 Beschäftigten in Berlin-Brandenburg am 26. Februar in vierter Runde in Berlin.


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