Beschäftigte bei Francotyp Postalia in Birkenwerder fordern Zukunftskonzept statt Entlassungen

  • 25.02.2009
  • bk
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Bei FP ist „dicke Luft“. Am 24.02.2009 versammelten sich die Beschäftigten spontan vor dem Werktor, um ihren Unmut Luft zu machen. Das Unternehmen hat wie andere auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise seine Probleme. Hans Szymanski, geschäftsführender Vorstand, setzt in diesen schwierigen Zeiten nach Auffassung der Belegschaft aber nicht auf Vernunft, sondern auf Konfrontation.

Beschäftigungssicherung, Kurzarbeit, Qualifizierung und das Erstellen eines Zukunftskonzeptes stehen nicht auf seiner Agenda. Dauerhafte Personalkostensenkungen zwischen 2,5 und 4,5 Mio. Euro lautet die Forderung von Szymanski und des Personalleiters Georg Peschers. Um die Belegschaft gefügig zu machen, wurden dem Betriebsrat am 19. Februar 2009 vorerst 14 Kündigungen zur Anhörung überreicht. Die Forderungen des Betriebsrates und der IG Metall, die Kündigungen zurück zu nehmen, Kurzarbeit und Qualifizierung durchzuführen und dem Betriebsrat einen externen Sachverständigen seiner Wahl zur Verfügung zu stellen, wurden von der Belegschaft durch lebhaften Beifall unterstützt.

 

Für Stefanie Jahn von der IG Metall Verwaltungsstelle Oranienburg ist klar: „wer verhandeln will, darf nicht erpressen“. Das lassen sich die Beschäftigten nicht gefallen. Sie erwarten, dass die Kündigungen zurückgenommen werden. Die Arbeitgeber sollen an den Verhandlungstisch zurückkehren und Konzepte vorlegen, wie sie die Beschäftigung der rund 400 Menschen sichern werden.


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