CNH-Streik: Fiat ist in der Pflicht

  • 07.04.2006
  • md
  • Aktuelles

Das tat weh: Auf der Automobilmesse in Leipzig musste sich der FIAT-Konzern auf einem großen Transparent »Jobkiller« nennen lassen – vor dem versammelten Publikum und der Konkurrenz.

30 Metallerinnen und Metaller protestierten damit gegen das drohende Aus für die Fertigung bei der FIAT-Tochter CNH Baumaschinen Berlin.  Zuvor hatten Streikende von CNH bereits vor einem FIAT-Autohaus in Berlin auf das böse Spiel hingewiesen, das der Konzern mit seinen Standorten und deren Belegschaften treibt.  »Nun dürfte den Managern von FIAT klar werden, dass sie ein Problem haben und in der Pflicht sind, den Konflikt bei ihrer Tochterfirma zu nlösen«, so Streikleiter Luis Sergio.
Seit 21. Februar führen 400 Metallerinnen und Metaller von CNH Berlin einen entschlossenen Arbeitskampf für  einen Sozialtarifvertrag. Bislang haben sich Hoffnungen nicht erfüllt, den Standort mit neuen Investoren fortzuführen. Ein Grund: Die »Wir-geben-nix«-Strategie der Turiner CNH-Manager, die keine Verantwortung übernehmen wollen.  Die Sturheit kostet Geld. Berlin fordert 70 Millionen Euro Subventionen zurück. Auch die Erwartungen der Streikenden an einen  Sozialtarifvertrag wachsen. »Das wird  richtig teuer«,  heißt es an den Feuertonnen vor dem  Werktor in Spandau.  
Unterdessen machen sich Politiker von SPD und PDS im Bundestag, die die Streikenden besucht hatten,  für ein neues Gesetz stark: Verlagerungen sollen nicht mehr durch Steuern subventioniert werden.   7


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