CNH-Streik: Italienische Eigner sollen ihre Arroganz aufgeben

  • 28.02.2006
  • md
  • Aktuelles

Der Streik im Spandauer Werk des Baumaschinenherstellers CNH in Berlin geht unbefristet weiter, bis die Forderungen der IG Metall und der Belegschaft erfüllt sind. Das unterstrichen die Gewerkschaft und die betriebliche Streikleitung am Dienstag. Mit scharfen Worten kritisierten sie die Arroganz der italienischen Eigener, die nach wie vor keine konkreten Angaben machen, warum das Werk überhaupt geschlossen werden muss. "Stellen Sie sich hier den Menschen, die durch Ihre Schuld ihre Existenz verlieren könnten und legen Sie endlich dar, aus welchen Gründen das Werk nicht mehr weiterarbeiten kann", sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, Arno Hager.

Das Versteckspiel der italienischen Manager müsse endlich aufhören, so Hager. "Setzen Sie nicht auf juristische Winkelzüge, setzen Sie auf Gespräche", sagte Hager. Bisher verfügten IG Metall und Betriebsrat lediglich über vage Angaben zu bUmsatz und Verlusten in dem Berliner Werk. "Was unser Berater bei Prüfung der spärlichen Unterlagen herausfand, belegt: CNH in Berlin Spandau wirft so viel ab, dass die Eigner hier jahrelang alles, was sie herausholen konnten, herausgeholt haben", so Hager. Die aktuelle wirtschaftlich komplizierte Lage sei hausgemacht. "Nicht vom Management in Berlin, aber von den Chefs in Italien", sagte Hager. In wenigen Jahren sei der Marktanteil des Unternehmens von zehn auf fünf Prozent halbiert worden. "Das ist keinesfalls die Schuld der Beschäftigten, sondern reines Missmanagement. Dafür wollen wir nicht die Zeche zahlen", sagte Arno Hager. Das Berliner Werk habe das Potenzial für Erzeugnisse der Spitzenklasse, "mit denen sich gutes Geld verdienen lässt, wenn man sich am Markt geschickt platziert". Die italienischen Eigner hätten die Wahl: "Abwicklung des Werks - das wird sehr hart und sehr bissig ablaufen. Oder Weiterführung - dafür haben wir Ideen, die auch CNH attraktiv finden könnte. Dazu müssten sie aber erst mal hier am Tisch zu Gesprächen Platz nehmen.


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