Doro Zinke und Christian Hoßbach weiter an der DGB-Spitze Berlin-Brandenburg

  • 19.01.2014
  • md
  • Aktuelles

Doro Zinke und Christian Hoßbach führen weiterhin den DGB-Bezirk Berlin -Brandenburg. Die Delegierten der Bezirkskonferenz wählten sie am Wochenende zur Vorsitzenden bzw. zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerkschaftsdachverbands für Berlin und Brandenburg. Europa, der Aufbau Ost und die Berliner Industriepolitik sind ihre Schwerpunkte.

2014 stellt die Gewerkschaften vor große Herausforderungen, sagte Doro Zinke. Dazu zähle 8ie Europawahl ebenso wie die Betriebsratswahlen. Der DGB habe mit seinen Kampagnen deutlich gemacht, wie notwendig soziale Standards in der Europäischen Union seien. Das neoliberale Wirtschaftsmodell treibe die Südeuropäer in die Verelendung.

 

Auch vor Ort gebe es viel zu tun, so Zinke. Die Beratungsstellen für Wanderarbeitzer und Migranten, die die Berliner Wirtschaftsverwaltung 2011 beim DGB angesiedelt hatte, stecke in einer Hängepartie fest, kritisierte Zinke.  Bislang sei die finanzielle Unterstützung nur für einen Monat zusätzlich zugesagt worden. Dabei habe die Beratungsstelle für Wanderarbeiter in zwei Jahren mehr als 1 300 Fälle bearbeitet. Sie erstritt für ausländische Beschäftigte, vor allem Bulgaren und Rumänen, eine halbe Million Euro an Löhnen, die diesen vorenthalten werden sollen.

 

Christian Hoßbach sagte, die vom DGB angeschobene Debatte zur Industriepolitik in Berlin stecke in einem „Gremiensalat“ fest: Hier müsse endlich wieder an den Sachthemen wie Gewinnung von Ausbildungsplätzen gearbeitet werden. Mit Blik auf die Große Koalition der Bundesregierung äußerte der DGB-Vize den Wunsch, nicht nur einen neuen Ost-Beauftragten zu berufen, sondern auch konkret an Konzepten zum weiteren Aufbau Ost zu arbeiten. Hier fehlten bislang die „neuen Ideen“.

 


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