Du kaufst mehr, als du denkst: Europäischer Filmpreis an Polen

  • 03.02.2011
  • md
  • Aktuelles

Vom Ladenpreis für neue Markenturnschuhe landen nur 0,4 Prozent in den Taschen der NäherInnen, die sie in asiatischen "Sweat-Shops" herstellen. Für seinen Filmspot über die Ausbeutung indischer Textilarbeiter erhielt der polnische Filmemacher Michal Wilczek am Donnerstag in Berlin den Europäischen Bürger-Filmpreis zur Förderung der UN-Millenniumsziele. Der Spot ist jetzt in den Kinos zu sehen.

Michal Wilczek

Stolzer Preisträger in Berlin: Michal Wilczek

Die Botschaft des 30-Sekunden-Films, der im größten Slum Asiens gedreht wurde: Der Einzelne kann im Alltag etwas tun, um globale Ziele zu unterstützen. Der Kampf gegen Hunger und Armut sowie für beschleunigte wirtschaftliche Entwicklung gehört zu den Milleniums-Zielen der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015.

 

Impressionen von den Dreharbeiten zum Siegerspot gibt es hier.

 

Die Gewerkschafterin Anannya Bhattcharjee, die in der Mindestlohnkampagne für Asien aktiv ist, sagte: "Auch für Sieben-Tage-Arbeitswochen und bis zu 14 Arbeitsstunden pro Tag erhalten Millionen Textilarbeiter keine existenzsichernden Löhne". "Im Jahr des europäischen Bürgerengagements 2011 verdeutlicht der prämierte Siegerspot, wie der Einsatz des Einzelnen im Alltag etwas für die Erreichung der globalen Entwicklungsziele bewegen kann", sagte Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (B90/Die Grünen) bei der Preisverleihung. Die Aktivisten von Sukuma arts, die den europaweiten Milleniums-Award schon zum zweiten Mal auslobten, setzen sich seit 2007 für die globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ein, etwa für die Halbierung der Armut.

 

Wer eine Idee für einen pfiffigen öffentlichkeitswirksamen Filmspot hat, kann sie einsenden an: media@sukuma.net


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