IG Metall/Frauen

Ein Netzwerk voller Ideen: Metallerinnen trafen sich in Leipzig

  • 09.06.2017
  • md
  • Aktuelles

Einmal im Jahr treffen sie sich, tauschen sich aus und planen Neues: Metallerinnen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen. Themen der Debatte am 9. Juni in Leipzig waren Entgeltgleichheit, tarifliche Arbeitszeit und die Bundestagswahl im Herbst 2017.

Netzwerken macht Spaß! Foto: IG Metall

Außerdem, so die Metallerinnen aus Betrieben und IG Metall-Geschäftsstellen, kommt es bei den Betriebsratswahlen 2018 darauf an, viele neue Kolleginnen für die Kandidatur als Interessenvertreterinnen zu gewinnen. Denn in den kommenden Jahren steht ein Generationenwechsel in den Gremien an, weil viele Betriebsratsmitglieder in den Ruhestand gehen werden. "Derzeit ist der Anteil von Frauen in Betriebsräten bei uns größer als in den westlichen Bezirken und größer als ihr Anteil an den Beschäftigten. Dieses Niveau wollen wir mindestens halten", sagte Nele Heß, in der Bezirksleitung zuständig für Gleichstellungspolitik. Es gelte insbesondere, mehr Frauen gezielt für Führungspositionen vorzubereiten. Denn als Betriebsratsvorsitzende gebe es in Berlin, Brandenburg und Sachsen noch zuwenig Frauen.

 

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl befassten sich die Metallerinnen mit den Programmen der Parteien. Beim Vergleich der Positionen entspann sich eine rege Diskussion. Die Forderungen der Metallerinnen an die Politik: Die Frauenquote erweitern, Entgeltgleichheit mit den Männern herstellen, einen Anspruch auf die Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeit garantieren und Gerechtigkeit vorantreiben, wenn es um die Teilung von Erwerbs- und Hausarbeit sowie die Betreuung von Kindern und die Pflege von Familienangehörigen geht.

 

Als Herausforderungen an sich selbst sehen die Metallerinnen, mehr Mädchen und Frauen für technische Berufe zu gewinnen, mit Bildungsveranstaltungen weibliches Selbstbewusstsein in männerdominierten Branchen zu stärken und mehr Betriebsrätinnen und mehr Vertrauensfrauen in den Betrieben zu etablieren.

 


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