Erinnerung an Verbot der Gewerkschaften

  • 04.05.2008
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  • Aktuelles

"Es ist und bleibt erste Demokratenpflicht, das Entsetzen über die Millionen Opfer wachzuhalten". So Michael Sommer, der DGB Vorsitzende auf einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen. Zusammen mit Verbänden und Parteien wurde der Opfer gedacht. Der 2. Mai 1933, an dem die Gewerkschaftshäuser besetzt und tausende Mitglieder und Funktionäre in die Gefängnisse und Konzentrationslager verschleppt wurden sei "ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Errichtung der Gewaltherschaft" gewesen sagte Bundespräsident Horst Köhler in einem Grußwort. Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzek sprach vom schlimmsten Schlag den die freien Gewerkschaften je erlebt hätten. Es ei ein Hohn, dass sich die Nationalsozialisten als Arbeiterpartei bezeichhnete, sagte der ehemalige Arbeitsminister Franz Müntefering. Die Zersplitterung der Einheitsgewerkschaft in Interessengruppen schade auch der Demokratie. Dies sei "eine Erbschaft, die uns die Gewerkschafter aus dem Widerstand überlassen haben". würdigte Norbert Blüm die Bedeutung der Einheitsgewerkschaft.


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