Etappenerfolg bei Wolffkran: Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld erstritten

  • 17.07.2013
  • md
  • Aktuelles

Mutiger Einsatz zahlt sich aus. Die 120 Beschäftigten des Turmkranherstellers Wolffkran in Alteno (Südbrandenburg) haben in nur fünf Monaten eine beeindruckende Mobilisierung auf die Beine gestellt und der Geschäftsführung deutliche materielle Zugeständnisse abgerungen.

Foto: IG Metall

»Jetzt gibt es rückwirkend ab Juli 2013 eine Neueingruppierung und mindestens 3,5 Prozent mehr Entgelt«, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Südbrandenburg, Ralf Köhler. Ab August beteiligt ein neues Leistungslohnsystem die Beschäftigten zusätzlich mit bis zu 15 Prozent an der Produktivitätssteigerung. Neu ist auch:?für langjährige Betriebszugehörigkeit gibt es zusätzliche Urlaubstagen und Einmalzahlungen. Weiterhin gibt es nun für Samstagsarbeit 25 Prozent Zuschlag.
 
Diese Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen haben sich die »Wölfe« selbst erstritten: Mit zwei Warnstreiks und einer Aktion auf dem industriepolitischen Forum Brandenburgs  in Cottbus hatten sie öffentlichkeitswirksam unterstrichen, wie ernst es ihnen ist. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) betonte bei einem Treffen mit den Metallern auf dem Forum: »Brandenburg darf kein Billiglohnland sein.« Danach lenkte Wolffkran ein. Jetzt bot  die Firma schon für 2014 ein Plus von 2,2 Prozent an.
 
Ein wichtiges Etappenziel ist erreicht. Aber: Wie hart die Auseinandersetzung bei Wolffkran ist, zeigt sich daran, dass die Geschäftsführung trotz Warnstreiks noch nicht bereit war, einen Tarifvertrag zu unterschreiben. »Wir wissen genau: Die Zugeständnisse der Geschäftsführung an die Belegschaft sind freiwillig, können vom Arbeitgeber jederzeit widerrufen werden«, so Ralf Köhler.

 

Zuversichtlich setzt er auf die neue Durchsetzungskraft der Wolffkran-Leute. Denn sie steht auf sicherem Fundament: Es gibt Vertrauensleute und viele aktive Mitglieder der IG?Metall im Betrieb,  die gegenhalten, wenn die Chefs Einschüchterungsversuche unternehmen. Die Auseinandersetzung hat die Belegschaft verändert. »Unsere Forderung nach einem Tarifvertrag bleibt bestehen, denn nur so gibt es Arbeit, die sicher und fair ist.«
 


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