Gesund in Rente: Demografie-Tarifvertrag bei Schnellecke Sachsen

  • 29.07.2013
  • md
  • Aktuelles, Tarif, Metall-/Elektro

Schnellecke Logistik Sachsen ist wieder am schnellsten: Nachdem der Industriedienstleister als erster der Branche mit der IG Metall einen Entgelt-Tarifvertrag abschloss, ist nun ein Tarifvertrag »Zukunft und Demografie« in Kraft . Er wird, so Tarifsekretärin Jutta Ehlers, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter stärken.

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Arbeitsbedingungen tariflich und zuverlässig gestalten – beim Industriedienstleister Schnellecke Logistik in Sachsen, der als erster in der Branche mit der IG Metall einen Entgelt-Tarifvertrag abschloss, geht es nun weiter zügig voran.  Jetzt ist ein Tarifvertrag "Zukunft und Demografie" in Kraft getreten. "Die aktuelle und zukünftige demografische Entwicklung stellt Schnellecke Logistik Sachsen vor die Herausforderung, anspruchsvolle wirtschaftliche Ziele mit einer veränderten Altersstruktur der Belegschaft zu erreichen", sagte Jutta Ehlers, Tarifsekretärin der IG Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen.

 

"Die demografische Entwicklung fordert von Schnellecke, anspruchsvolle wirtschaftliche Ziele jetzt und künftig mit einer älter werdenden Belegschaft zu erreichen", so Ehlers.

 

"Damit sichern wir die Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze", sagte die Betriebsratsvorsitzende Elke Merkel. Im Kern geht es um Gesundheitsförderung und einen erfolgreichen Umgang mit dem demografischen Wandel.


Die Gesundheit steht dabei an erster Stelle. Entsprechend  verpflichtet sich das  Unternehmen tariflich, Arbeitsplätze und -prozesse alternsgerecht umzugestalten. Das heißt: Abbau von Belastungsspitzen, Belastungswechsel, altersgemischte Teams, alternsgerechte Arbeitszeit. Auf der anderen Seite sollen die Beschäftigten stärker zu gesundheitsgerechtem Verhalten motiviert werden – ein guter Tarifvertrag für Jung und Alt, findet Elke Merkel .
 
 

Hintergrund/Mehr über diesen Tarifvertrag:  

Die Ziele der Tarifpartner:

Eine gesundheitsförderliche, alters- und alternsgerechte Gestaltung der Arbeits- und Leistungsbedingungen;

Schutz und Förderung der Gesundheit unter eigenverantwortlicher und weitergehender Beteiligung der Beschäftigten; 

die Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten nachhaltig fördern und entsprechende Einsatzmöglichkeiten schaffen;

bestehende Arbeitsplätze sollen gesichert und neue geschaffen werden; 

möglichst ausgewogene Altersstrukturen im Betrieb schaffen z. B. durch die Förderung von Auszubildenden, die Übernahme von Ausgebildeten sowie planvolle Personalentwicklung für alle Beschäftigten.

 

Und so sollen sie umgesetzt werden: 

Gesundheitsförderung und Arbeitsgestaltung einschließlich gesundheits- und altersgerechter Gestaltung von Arbeitsbedingungen, Arbeitsprozessen und Arbeitsorganisation;

Qualifizierung;

Abbau von Belastungsspitzen, Belastungswechsel;

Bildung von altersgemischten Teams,

Arbeitszeit alternsgerecht gestalten;

Einsatz gesundheits- und altersgerecht planen;

Beschäftigte zu gesundheitsgerechtem Verhalten motivieren; Akzeptanz und eigenverantwortliche Umsetzung vereinbarter Maßnahmen fördern. 


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