Pressemitteilung vom 04. Februar 2026

Hinweis zur Pressemitteilung vom 28. Januar 2026 „Verdeckter Abbau von Arbeitsplätzen bei Tesla“

04.02.2026 | Liebe Kolleginnen und Kollegen, aufgrund eines presserechtlichen Vorgehens von Tesla gegen die IG Metall haben wir in der Pressemitteilung „Verdeckter Abbau von Arbeitsplätzen bei Tesla“ vom 28.Januar 2026 den Satz „Im Sommer 2024 wurde eine Abteilung ganz aufgelöst, die für den Werksausbau zuständig war“ gestrichen. Dieses Vorgehen dient dem Ziel, weitere presserechtliche Auseinandersetzungen mit dem Unternehmen zu vermeiden. Bitte nutzen Sie für Ihre Berichterstattung diese Fassung (04. Februar 2026) der PM:

Verdeckter Abbau von Arbeitsplätzen bei Tesla

Zu den gesunkenen Stellenzahlen bei Tesla erklärt Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen:

„Die Beschäftigungszahlen bei Tesla schwanken sehr stark. Seit dem Höchststand um die letzten Betriebsratswahlen sind sie deutlich gesunken. Das liegt auch an freiwilligen Abgängen, aber vor allem an der hohen Zahl an Kündigungen und Aufhebungsverträgen. Tesla muss fast jeden Monat eine Massenentlassung bei der Bundesagentur für Arbeit anzeigen. Es gibt Bereiche, in denen Arbeitsplätze aufgrund von Automatisierung weggefallen sind. Es ist daher mehr als fraglich, ob die Pläne für den Werksausbau noch ernsthaft verfolgt werden oder nur noch beschworen werden, um gefügig zu machen nach dem Motto: ‚Wenn ihr nicht tut, wie wir wollen, baut Elon das Werk nicht aus‘.

 Die Werkleitung nutzt die hohe Fluktuation aber auch für einen verdeckten Abbau von Arbeitsplätzen, indem zum Beispiel Stellen von Gekündigten einfach nicht nachbesetzt werden und die Arbeit umstrukturiert und neu verteilt wird. Das führt zu einer ständigen Arbeitsverdichtung, obwohl das Limit mit wenigen Ausnahmen sowohl in der Produktion als auch im Engineering und in der Verwaltung längst überschritten ist.

Die arbeitgebernahe Mehrheit im Betriebsrat hat das unkontrolliert geschehen lassen und nicht einmal die für eine Überprüfung nötigen Informationen eingefordert. Anfang März hat die Belegschaft die Möglichkeit, sich einen neuen Betriebsrat zu wählen, der seine Aufgabe ernst nimmt. Und dann wird es auch nicht mehr lang dauern, bis auch die Tesla-Belegschaft in Grünheide protestiert, wenn Arbeitsplätze abgebaut werden und alle übrigen dafür mehr arbeiten sollen.“

Hintergrund: Die Unterlagen zur Betriebsratswahl bei Tesla in Grünheide belegen, dass die Stellenzahl in dem Werk in Brandenburg innerhalb von zwei Jahren deutlich gesunken ist – um etwa 1.700 auf 10.703. Darüber hatte in der vergangenen Woche das „Handelsblatt“ die Öffentlichkeit informiert.

 

Von: ms

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