2. Brandenburger Industriekonferenz

IG Metall setzt auf Qualität der Arbeitsplätze und soziale Innovationen

  • 03.07.2015
  • bg
  • Aktuelles, Gute Arbeit

Digitalisierung, Automatisierung sowie Fachkräftegewinnung und Demografie – die moderne Industrie stellt die Unternehmen im Land Brandenburg vor neue Herausforderungen. Gute und kompetente Beratung und der Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen, Gewerkschaften und Forschungseinrichtungen waren das Thema der „2. Industriekonferenz Brandenburg“ am 2. Juli in Cottbus.

IndustrieKonferenz Brandenburg 2015

IndustrieKonferenz Brandenburg 2015

Eingeladen hatte das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg sowie die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) in die Lausitz. Zeitgleich wurde an der BTU Cottbus das "Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg" an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) eröffnet.

 

Damit entsteht eine neue Anlauf- und Beratungsstelle für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich den Herausforderungen der zunehmenden Vernetzung von Produktion und Informationstechnologien stellen wollen.eröffnet. Die IG Metall begrüßt die Einrichtung des Innovationszentrums und erwartet von den Arbeitgebern jetzt eine aktive Beteiligung zur Gestaltung der Zukunft Brandenburgs. »Für uns hat Innovation auch soziale Aspekte und braucht Beteiligung. Dafür muss Zeit für die Entwicklung und Umsetzung in den Betrieben zugelassen und in die Weiterbildungen der Beschäftigten investiert werden«, sagte Nele Heß, strukturpolitische Sekretärin der IG Metall-Bezirksleitung.

 

Die IG Metall fordert angesichts der Energiewende und der industriellen Struktur in der Lausitz die zügige Entwicklung neuer Ideen für zweite Standbeine, neue Kunden und Märkte. »Ein radikaler Strukturwandel der Industrie ist unvermeidbar«, sagte Heß. Um Vattenfall herum sind viele industrielle Dienstleister angesiedelt. Es gelte vor allem die kleinen und mittleren Industrieunternehmen mit Investitionsförderungen zu stärken. »Die Wirksamkeit der Förderung darf nicht allein an die Schaffung neuer Arbeitsplatzplätze gekoppelt werden. Viel stärker geht es künftig um die Qualität der Arbeitsplätze und soziale Innovationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie alternsgerechter Arbeitsbedingungen mit guter tariflicher Bezahlung«, forderte die Struktursekretärin in der Veranstaltung.

 

Die IG Metall hat auf der Konferenz zwei Projekte vorgestellt die in Brandenburg durchgeführt wurden: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und als Antwort auf die Herausforderung Demografie das Projekt „Aktives Altern gestalten“. Die beteiligten Beschäftigten attestierten danach deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen und die Betriebe und eine höhere Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen.