IG Metall vereinbart 37 Stunden-Woche – Einigung über Standort– und Beschäftigungssicherung beim Schienenfahrzeughersteller Bombardier Hennigsdorf

  • 14.12.2010
  • lt
  • Aktuelles, Bombardier

Die IG Metall, die Geschäftsführung von Bombardier Transportation Deutschland und der Betriebsrat des Werkes Hennigsdorf haben sich auf ein Eckpunktepapier zur langfristigen Standort – und Beschäftigungssicherung geeinigt. Damit ist der mehr als zwölf Monate währende Dauerkonflikt zwischen den Beteiligten beigelegt.

Die Vereinbarung sieht – abweichend vom geltenden Tarifvertrag für die Metall – und Elektroindustrie in Brandenburg (38 Stunden) - die Einführung einer tariflichen Wochenarbeitszeit von 37 Stunden vor. Mit einer neuen betrieblichen Zeitkontenregelung soll zukünftig flexibler auf Kapazitätsschwankungen reagiert werden können.

 

Leiharbeiter erhalten zukünftig mindestens zehn Euro pro Stunde und die prozentualen Entgelterhöhungen kommender Tarifabschlüsse.

„Die 37 Stunden – Woche und die Kompetenzzusagen für Hennigsdorf sind ein wichtiger Beitrag zur Beschäftigungssicherung. IG Metall und Betriebsrat bekommen mehr Informationsrechte und Beteiligungsmöglichkeiten bei der Auftragsplanung. Davon profitieren bei Kapazitätsschwankungen zukünftig auch die Beschäftigten anderer Standorte in Deutschland. Zudem werden endlich die Leiharbeiter besser gestellt“, zeigte sich Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, zufrieden.

 

Nach erfolgter Zustimmung der betrieblichen Tarifkommission der IG Metall zum Eckpunktepapier wurde die Belegschaft im Rahmen einer Betriebsversammlung am Montag über die Einzelheiten der Vereinbarung in Kenntnis gesetzt werden.

 

Die Ausformulierung der Details wollen die Beteiligten schon in den nächsten Tagen vornehmen.

 

Die Geschäftsführung will dabei erneut ihre Zusage bestätigen, dass in Hennigsdorf aufgrund der Verlagerung von Teilen des Auftrages ET 430 (S-Bahn Stuttgart) nach Aachen keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden.

 

Hennigsdorf zeichnet auch in Zukunft weiterhin für die ET–Baureihe verantwortlich. Ein Kapazitätsausgleich kann nur bei Wahrung der Mitwirkungsrechte erfolgen.

 

Der Betriebsrat und die Geschäftsführung wollen sich in der kommenden Woche auch über die verbindliche Umsetzung der bestehenden Betriebsvereinbarung zum Bau der Straßenbahn Berlin verständigen. Die Werke Hennigsdorf und Bautzen streben die gemeinsame Durchführung des Projektes an.

 


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