Immer mehr schaffen in kürzester Zeit: Psychische Belastung von Arbeitnehmern rückt in den Fokus

  • 21.03.2014
  • md
  • Aktuelles, Gute Arbeit, Betriebsräte

psyGA – ein neues Kürzel steht für eine gemeinsame Strategie von DGB, BDA und dem Bundesministerium für Arbeit für Psychische Gesundheit in der modernen Arbeitswelt. Gesundheit durch gute Arbeit fördern, bevor die Menschen krank werden – das lohnt sich, sagte DGB-Vize Annelie Buntenbach in dieser Woche auf einer Fachtagung in Berlin.

Quelle: Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

Auf der Veranstaltung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ein Forschungsvorhaben zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt vorgestellt. Die Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) soll über einen Zeitraum von drei Jahren eine systematische Übersicht über psychische Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt schaffen. Zugleich soll sie konkrete Handlungsempfehlungen für die Bereiche Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliche Mitbestimmung liefern. 

 

Gut für Beschäftigte, gut für Unternehmen

"Nur wenn es den Beschäftigten gut geht, kann es auch den Betrieben gut gehen. Deshalb freue mich sehr, dass die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Leitlinien für gesunde Arbeit entwickelt. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt zum Schutz der Beschäftigten. Die Sozialpartner und die Politik haben sich mit der gemeinsamen Erklärung zur psychischen Gesundheit bereits darauf verständigt, die seelischen Belastungen bei der Arbeit genauso verringern zu wollen, wie die körperlichen Belastungen. Zugleich macht die gemeinsame Erklärung deutlich, dass gute Arbeit positiv für die psychische Gesundheit ist. Gerade Menschen mit psychischen Einschränkungen brauchen Arbeit: Sie gibt ihnen Halt.

 

Daten und Fakten zur psychischen Gesundheit

Der Anteil der Menschen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gehen, ist von 15,4 Prozent im Jahr 1993 auf 42 Prozent im Jahr 2012 gestiegen. Psychische Erkrankungen sind inzwischen die Hauptursache für Frühverrentungen geworden. Die Betroffenen sind im Durchschnitt erst 48 Jahre alt. Die Anzahl der Arbeitstage, die aufgrund psychischer Erkrankungen ausgefallen sind, hat sich im letzten Jahrzehnt nahezu verdoppelt: 2001 lag sie bei 33,6 Millionen und 2012 bereits bei 59,5 Millionen.

 


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