Mehr als 200.000 Menschen bei Großdemonstrationen gegen die Verlängerung von AKW-Laufzeiten

  • 28.03.2011
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  • Aktuelles, Solarwirtschaft

Unter dem Motto „Fukushima mahnt!“ demonstrierten mehr als 200.000 Menschen in mehreren deutschen Städten gegen die Verlängerung von AKW-Laufzeiten. Allein in Berlin nahmen 120.000 Bürgerinnen und Bürger - darunter viele Gewerkschafter- an den Protesten teil.

Fotograf: Ch. von Polentz, transit

Aus dem Aufruf:

 

"Die schrecklichen Ereignisse in Japan machen uns fassungslos und betroffen. Die Reaktorkatastrophe in Fukushima führt uns auf erschütternde Weise vor Augen: Es gibt keinen Schutz vor dem nuklearen Restrisiko - die Natur hält sich nicht an vorherige Berechnungen, Technik oder Menschen können auch in hochentwickelten Ländern versagen. Unter dem Eindruck der Reaktor-katastrophe in Fukoshima sagen wir deutlich: Wir können uns das Risiko einer nuklearen Katastrophe nicht länger leisten!"

 

Die Bundesregierung hat vor wenigen Monaten den Konsens über die Stilllegung der deutschen Atomkraftwerke aufgekündigt und damit die Laufzeiten aller AKW´s verlängert.

 

"Die IG Metall kämpft für gute Arbeit und Lebensbedingungen. Dazu gehört auch der Ausstieg aus der Kernenergie, die nicht beherrschbar ist. Wir lassen  nicht zu, dass tausende Arbeitsplätze in der Solar- und Windkraftindustrie und bei den kommunalen Stadtwerken im Osten geopfert werden,“ erklärte Bezirksleiter Olivier Höbel.

 

Auf der Kundgebung am 26. März sprach unter anderem der DGB-Bundesvorsitzende Michael Sommer.

 

IG Metall-Aufruf zur Demonstration: "Fukushima mahnt: Für eine Zukunft ohne Atomkraft!"

 

Weitere Informationen zur Demonstration