Metaller-Warnstreiks fortgesetzt – Höbel warnt Arbeitgeber vor "fahrlässigem Nichtstun"

  • 08.05.2012
  • md
  • Aktuelles

Die IG Metall hat ihre Warnstreiks am Dienstag in Berlin, Brandenburg und Sachsen fortgesetzt. Auf einer Kundgebung in Berlin kritisierte Bezirksleiter Olivier Höbel die Arbeitgeber scharf und warnte sie vor "fahrlässigem Nichtstun". In keinem der Tarifgebiete haben sie der IG Metall einen neuen Verhandlungstermin angeboten.

Warnstreik in Pankow: Stadler und Alstom

Am Vormittag unterstützten 400 Beschäftigte von Alstom Power und Stadler in Berlin-Pankow die IG Metall-Forderungen. In Dresden beteiligten sich rund 450 Beschäftigte  zur Mittagszeit für zweieinhalb Stunden an einem Warnstreik vor dem Werktor der Elbe Flugzeugwerke. An der Kundgebung nahmen auch Beschäftigte von Siemens AG Energy Sector, von Alstom Grid GmbH sowie von ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland.

IG Metall Bezirksleiter Olivier Höbel kritisierte vor den Warnstreikenden in Pankow die „Blockadehaltung der Arbeitgeber“. Diese würden den Durchsetzungswillen der Beschäftigten unterschätzen. Höbel warnte vor einer Eskalation des Konflikts "durch fahrlässiges Nichtstun der Arbeitgeber“.

Die IG Metall fordert die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und eine erweiterte Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern ebenso wie 6,5 Prozent mehr Entgelt. „Ohne Lösungen zu diesen drei Fragen wird es für die IG Metall kein Ergebnis geben“, sagte Höbel.

Fair geregelte Leiharbeit und die Übernahme nach der Ausbildung sei für die Betroffenen und deren Familien enorm wichtig. „Wir haben die Themen nicht erfunden. Wir haben den Missbrauch und die Auswirkungen von Leiharbeit und mehrfacher Befristungen der jungen Generation in den Betrieben zu spüren bekommen. Dass die Arbeitgeber davon jetzt nichts wissen wollen, lassen wir ihnen nicht durchgehen.“


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