»Nicht in unserem Namen« – Demokraten widersprechen Rechtsextremen in Dresden

  • 16.02.2009
  • md
  • Aktuelles

Monatelang hatten sie mobilisiert und aufgerüstet: Neonazis aus ganz Deutschland und europäischen Nachbarländern. Sie wollten das Gedenken an die Opfer der verheerenden Bombenangriffe auf Dresden am 13./14. Februar 1945 für ihre Zwecke vereinnahmen. Gewerkschafter und Anhänger von Parteien aus der Elbestadt und ganz Deutschland hielten dagegen.

Geh' denken! rief das Aktionsbündnis aus Parteien und Gewerkschaften. 12 500 kamen

12 500 Menschen waren nach Dresden gekommen, darunter Hunderte Metaller aus Berlin, Brandenburg und Sachsen.  Sie  gedachten der Bombenopfer und wehrten sich gegen die Vereinnahmung durch Neonazis. »Nicht in unserem Namen« stand auf Transparenten der drei Demonstrationszüge, die einem Marsch von 6 000 Nazis die Stirn boten. Es wurde nicht der Tag der Rechtsextremen. Trotzdem waren die Veranstalter vom Bündnis »Geh denken!« und sogar die Polizei, die die Umzüge mit

4 000 Beamten absicherte, regelrecht entsetzt über die Ansammlung von so vielen Neonazis.


Insgesamt fanden 19 Veranstaltungen statt. Die größte - an  der  Synagoge – wurde von Ex-Bundespräsident  Richard von Weizsäcker und der Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, unterstützt. Zur Abschlusskundgebung auf dem Theaterplatz sprachen unter anderen SPD-Vorsitzender Franz Müntefering, Grünen-Chefin Claudia Roth, Linksfraktionsvorsitzender Gregor Gysi und DGB-Chef Michael Sommer. Zum Auftakt sagte Bundesminister Wolfgang Tiefensee (SPD): »Wir müssen die Antidemokraten heute und an jedem anderen Tag in die Schranken weisen.«


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