Niedriglöhne schaffen keine neuen Arbeitsplätze

  • 29.08.2008
  • md
  • Aktuelles

Verzicht lohnt nicht! Zu diesem Ergebnis kommen Arbeitsmarkt-Analysen des DGB Berlin-Brandenburg. »Ein außergewöhnlicher Zuwachs an neuen Jobs ist in unserer Region nicht zu registrieren - weder infolge von Lohnzurückhaltung noch von Hartz-IV-Reformen«, sagte Doro Zinke, stellvertretende DGB-Vorsitzende von Berlin-Brandenburg.

Doro Zinke

Vor allem prekäre Beschäftigung wie Leiharbeit wachse. Bedrückend sei die Situation von Niedriglöhnern, deren Einkommen drastisch sinken. »An Mindestlöhnen führt deshalb kein Weg vorbei«, Zinke. In diesem Zusammenhang sei es völlig abwegig, die Hartz-Sätze einzufrieren, wie einzelne Ökonomen in diesen Tagen forderten.  Wer mit fehlendem »Anreiz zur Arbeitsaufnahme« argumentiere, so Zinke, verkenne die Wirklichkeit: »Die Menschen nehmen jede Arbeit an, selbst miserabel bezahlte 1-Euro-Jobs. Das scheint an manchen Wissenschaftlern vorbei zu gehen«, kritisierte die Gewerkschafterin.

Zudem sei es ein gesellschaftspolitischer Skandal, dass der Staat, also der Steuerzahler,  die Niedriglöhne der deutschen Wirtschaft mit 4,4 Milliarden Euro im Jahr subventioniere. Allein in Berlin und Brandenburg gebe es 140.000 »Aufstocker«: Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die mit ihren Jobs so wenig verdienten, dass sie zusätzlich staatliche Unterstützung benötigten. DGB-Studien verweisen darauf, dass auf einen Aufstocker zwei weitere kommen, die es nicht wagen, Hilfe zu beantragen.


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