05.11.2025 | Auf der Transformationskonferenz von DGB und Friedrich-Ebert-Stiftung wurde deutlich: Deutschland ist in einer schwierigen Lage, aus der man sich nicht heraussparen kann. IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto und Ver.di-Chefökonom Dierk Hirschel diskutierten, wie gute Arbeit, eine wachsende Wirtschaft und ein stabiler Sozialstaat zusammen gedacht werden müssen.
„Transformation in der Hauptstadt – Arbeit und Wirtschaft im Wandel“: Unter diesem Motto haben der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg und die Friedrich-Ebert-Stiftung zur großen Fachtagung in die Hauptstadt eingeladen. Die Konferenz brachte zahlreiche prominente Stimmen aus Gewerkschaften, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden zusammen.
Ein Programmpunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion mit IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto und Ver.di-Chefökonom Dierk Hirschel. Sie diskutierten, wie Berlin und Deutschland die Transformation meistern können – und warum der Sozialstaat dabei eine zentrale Rolle spielt. Jan Otto machte deutlich, dass in der Industrie zwar aktuell viele Arbeitsplätze verloren gehen, gleichzeitig aber neue Branchen entstanden sind. Besonders die Digitalwirtschaft sei in Berlin stark gewachsen. Es gehe darum, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig neue Perspektiven zu schaffen.
Eines ist klar: Ohne einen starken Sozialstaat wird die Transformation nicht funktionieren. Nur wenn Menschen Sicherheit und Mitgestaltung erleben, tragen sie Veränderungen mit. Das gelte für die Industrie genauso wie für die öffentliche Verwaltung und den Dienstleistungssektor.
Die Konferenz machte deutlich: Transformation ist kein abstrakter Begriff, sondern Realität im Alltag vieler Beschäftigter. Sie braucht politische Gestaltung, soziale Absicherung und den Schulterschluss aller Beteiligten. Berlin steht dabei exemplarisch für viele Regionen – mit großen Herausforderungen, aber auch mit enormem Potenzial.