Ost – West Angleichung in der Stahlindustrie

  • 01.10.2009
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In der ostdeutschen Stahlindustrie gilt seit heute die 35-Stunden-Woche. Damit ist das vollendet, was seit 1990 von den Politikern immer wieder versprochen wurde: Die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West. Nachdem bereits vor mehreren Jahren die 100%ige tarifliche Angleichung bei den Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen und bei anderen tariflichen Leistungen erreicht wurde, gilt dies ab dem 01.10.2009 auch für die Arbeitszeit. „Diese Angleichung wurde uns nicht geschenkt."

Plakat zur Forderung nach der tariflichen Angleichung 2003

Sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Wir haben sie uns erkämpft, am Verhandlungstisch und wenn es sein musste, auch auf der Straße und im Streik.“ So Höbel weiter. 1993 und 2003 führte die IG Metall Arbeitskämpfe zur Ost – West – Angleichung. Diese gelang in vollem Umfang nur in der Stahlindustrie. „Wir haben mit der Einführung der 35-Stunden-Woche einen großen Erfolg erreicht. Das war nur möglich weil wir uns gemeinsam für unsere Interessen eingesetzt haben. Alle die dazu beigetragen haben können mit Stolz darauf zurückblicken.“ Kommentierte der Betriebsratsvorsitzende der Schmiedewerke Gröditz Uwe Jahn. Ausdauer und Entschlossenheit sind zwei Eigenschaften, die bei jedem Unternehmen den Erfolg sichern, „dieses Zitat von Leo N. Tolstoi ist aktueller denn je“ so Jahn weiter.


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