Ostdeutscher Maschinenbau weiter auf Wachstumskurs - IG Metall warnt vor Fachkräftemangel

  • 17.03.2008
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"Der sich abzeichnende Fachkräftemangel stellt in den kommenden Jahren ein enormes Risiko für die Entwicklung des ostdeutschen Maschinenbaus dar. Damit gehen der Branche erhebliche Wachstumspotentiale verloren", erklärte Bezirksleiter Olivier Höbel und fordert eine Offensive für Erstausbildung, Qualifizierung und soziale Innovation.

Innovation ist Trumpf

Maschinenbau Ost: Sogar Facharbeiter werden knapp

 

Der ostdeutsche Maschinenbau befindet sich weiter auf Wachstumskurs.

Allein in Sachsen stieg die Beschäftigtenzahl 2007 um 2 500 (9,2 Prozent) auf durchschnittlich 30 300.

 

Die IG Metall warnt aber vor einem strukturellen Mangel an Fachleuten in der Branche. "Was wir in den vergangenen Jahren vorausgesagt haben, wird jetzt zunehmend Realität. Im ostdeutschen Maschinenbau fehlen schon heute Ingenieure und Techniker. Weil jetzt die ersten geburtenschwachen Jahrgänge der Nachwendezeit den Arbeitsmarkt erreichen, ist in absehbarer Zeit überdies mit einem erheblichen Mangel an Facharbeitern zu rechnen. Zudem geht die Zahl der Bewerbungen auf Lehrstellen mancherorts bereits um die Hälfte zurück. Dieser Trend wird anhalten und sich verstärken“, sagte Höbel.

 

Der Gewerkschafter wies darauf hin, dass die Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Fachkräften aus dem Osten nach Westdeutschland weitergehe. Gleichzeitig gehen immer mehr Experten, die noch in der DDR ausgebildet worden sind, in den Ruhestand.

 

Der ostdeutsche Maschinenbau weist mit einem Anteil von 44 Prozent der Beschäftigten, die älter als 46 Jahre alt sind, eine ungünstige Altersstruktur auf.

 

„Die Tarifparteien sind gut beraten, verstärkt auf Erstausbildung, Qualifizierung und soziale Innovation zu setzen. Dazu gehören auch Regelungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, betonte Höbel.

 

www.otto-brenner-stiftung.de/publikationen/publikationen/ostdeutschland.html

 

 

Die Struktur des Maschinenbaus in Ostdeutschland - Ansatzpunkte einer arbeitsorientierten Branchenstrategie

 


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