Rückenwind für Siemens-Betriebsräte und IG Metall von sächsischem Staatssekretär

  • 15.06.2015
  • md
  • Aktuelles, Metall-/Elektro

Anfang Juni besuchten Betriebsräte bedrohter Siemens-Standorte in Sachsen das Wirtschaftsministerium des Freistaats. In einem Gespräch mit Staatssekretär Stefan Brangs (SPD), das auf Initiative des IG Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen zustande gekommen war, sicherte der Politiker seine Unterstützung für den Erhalt der Arbeitsplätze zu.

v.l.n.r.: Staatssekretär Stefan Brangs (Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Freistaat Sachsen), Dr. Ulrike Straßburger (Betriebsratsvorsitzende FGT Freiberg), Dieter Heeg (BR-Vorsitzender WKC Werk für Kombinationstechnik Chemnitz), Christian Hainke (BR-Vorsitzender Turbinenwerk Görlitz), Annette Engelfried (IG Metall BBS) und Jens Lehmann (BR-Vorsitzender Transformatorenwerk Dresden) Foto: IG Metall

Die Betriebsräte und Annette Engelfried vom Siemens-Team der IG Metall schilderten Staatssekretär Brangs die aktuelle Situation der von Abbau, Verlagerung oder gar Schließung bedrohten Standorte. In diesem Zusammenhang kamen auch die zu erwartenden Auswirkungen vor Ort, für die Zulieferer und die Verantwortung von Siemens für die Regionen zur Sprache. »Der von Siemens geplante Personalabbau ist kontraproduktiv und gefährlich«, sagte Annette Engelfried. Siemens müsse statt dessen das hohe fachliche Know-how der Mitarbeiter nutzen und die Herausforderungen auf den Energiemärkten mit ihnen gemeinsam angehen. »Dazu gehört auch Raum für Innovation und stärkere Investitionen«, so Engelfried. 

 

In Görlitz sind der Abbau von insgesamt 210 Jobs und die Verlagerung der Schaufelfertigung nach Budapest geplant. In Dresden sind 35 und in Freiberg 64 Arbeitsplätze von Abbau bedroht. In Chemnitz droht die Verlagerung eines Teils der Fertigung.

 

Der Staatssekretär versicherte seinen Willen, gute tarifliche Arbeitsplätze zu erhalten. Er sagte zu, vor diesem Hintergrund seinerseits auf Siemens zuzugehen. Darüber hinaus wurden Standortbesuche vereinbart, bei denen er sich weiter über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten will. 


Drucken Drucken