Siag-Beschäftigte demonstrieren am Rand des Ostdeutschen Energieforums

  • 10.05.2012
  • md
  • Aktuelles

Rund 120 Beschäftigte des insolventen Windkraftanlagenherstellers Siag haben am Donnerstag am Rande des Ostdeutschen Energieforums für Verbesserungen bei der Umsetzung der Energiewende demonstriert.

Foto: Wolfgang Zeyen

‚‚Alle reden von der Energiewende, aber die Politik setzt nicht die Rahmenbedingungen’’, sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Leipzig, Bernd Kruppa. Im Siag-Werk Leipzig werden Türme für Windräder hergestellt.


Derzeit entwickle die Gewerkschaft im Falle Siag ein Alternativkonzept, damit nach dem Auslaufen des Konkursausfallgeldes am 1. Juni auf Kurzarbeit umgestellt werden könne. Dabei sind zwei Möglichkeiten denkbar. ‚‚Entweder Fortführung innerhalb der Siag-Gruppe oder Suche nach einem Investor’’, sagte Kruppa. Betroffen seien insgesamt 200 Mitarbeiter. Die weltweit tätige Siag-Gruppe hatte im März Insolvenz angemeldet.


Auf dem Ostdeutschen Energieforum werden bis zum Freitag mögliche Folgen der Energiewende für die Wirtschaft diskutiert. Es ist die erste Veranstaltung dieser Art der Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlins sowie der Landesarbeitsgemeinschaften der ostdeutschen Industrie- und Handelskammern. Im Vorfeld hatten Umweltverbände und Grüne einen Ausstieg aus der Braunkohle gefordert.


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