Stahl: Auch Eisenhüttenstadt ist kampfbereit - Donnerstag neue Verhandlung

  • 20.09.2006
  • md
  • Aktuelles

Einen Tag vor der neuen Tarifverhandlung für die ostdeutsche Stahlindustrie machten 1200 Stahlwerker in Eisenhüttenstadt mi8t einem Warnstreik vor den Toren von EKO Stahl deutlich: Wir sind kampfbereit für sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt. Bezirksleiter und Verhandlungsführer Olivier Höbel sagte: "Die Gewinne der Branche sind ordentlich, die Arbeit der Beschäftigten ist ordentlich, und nun wollen wir auch eine ordentliche Tariferhöhung. Drei Prozent sind eine Provokation. Wenn unsere Argumente am Verhandlungstisch nicht überzeugen, werden wir den Druck erhöhen."

Demonstrationen am Mittwoch vor drei Werktoren

Keine halben Sachen! EKO-Metaller drängen auf Tariferhöhung

Zu dem dreistündigen Ausstand hatte die IG Metall aufgerufen. Neben den Kolleginnen und Kollegen aus dem größten ostdeutschen Stahlwerk beteiligten sich auch die Belegschaften von VEO, EKO-Feinblechhandel und EKO-Recycling. Für diese gilt der Anerkennungstarifvertrag Stahl Ost. Ihr Motto: "Am Zaun stehen und zusehen ist nichts für uns."

 

Die IG Metall fordert sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt, Lernmittelfreiheit für Auszubildende und tarifliche Regelungen für Beschäftigungssicherung und alternsgerechtes Arbeiten. Die Arbeitgeber setzten den Forderungen der Gewerkschaft r ein Angebot von nur drei Prozent bei 19 Monaten Laufzeit entgegen.

 

"Damit wird nicht einmal der Ausgleich der Inflationsrate erreicht", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Zwar sei eine Lohnerhöhung um sieben Prozent für ein Jahr die dringlichste Forderung, zugleich aber gehe es in den Verhandlungen auch um die Kostenübernahme der Lehrmittel für Auszubildende durch die Arbeitgeber und tarifliche Regelungen zu "Perspektiven für Beschäftigung und altersgerechtes Arbeiten."

 

Peter Ernsdorf, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg, lobte die Anstrengungen von EKO Stal bei der Ausbildung von jungen Leuten. "Hier wurde viel gemacht, jetzt gilt es, angemessene Arbeitsplätze und -bedingungen für die anderen Altersgruppen zu schaffen. " Dies sei ein ein generelles Problem in der Branche. "Die Kollegen, die ein ganzes Arbeitsleben hre Haut zu Markte tragen, sollen auch in Würde ausscheiden können", sagte Ernsdorf.

 

Für die Belegschaft des zum Arcelor-Mittal-Konzern gehörenden Standorts in Eisenhüttenstadt verfolgt die aktuelle Tarifauseinandersetzung aufmerksam und ist bereit, mit weiteren Aktionen einzugreifen, falls die Arbeitgeber ihre starre Haltung nicht aufgeben, war am Rande der Warnstreikkundgebung zu hören.

 

 

 


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