Stiebel Eltron Berlin fährt die harte Tour: Schließung im Sommer?

  • 21.02.2006
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Betroffen und verwundert stehen Betriebsrat und Belegschaft von Stiebel Eltron Berlin nach einer Betriebsversammlung am Dienstag da: Die Firma hält an ihrem Beschluss fest, das Werk in der Bessemerstraße am 30. Juni zu schließen. 90 Arbeitsplätze würden damit vernichtet. Ohne Not, sagt die IG Metall.

 

Die Produktion von elektronischen Bauelementen soll aus „Kostengründen“ von Berlin in das Stiebel-Werk in Holzminden verlagert werden, teilte das Management mit.

 

Seit Oktober 2005 versuchen Betriebsrat, Belegschaft und IG Metall, die Geschäftsführung durch konstruktive Vorschläge zu einer Rücknahme des Schließungsbeschlusses zu bewegen. Auch Zugeständnisse der Beschäftigten wurden angeboten.

 

„Betriebswirtschaftlich macht die Schließung keinen Sinn, das belegen entsprechende Berechnungen", sagte die zuständige IG Metall-Sekretärin Irene Schulz.

 

„Damit verabschiedet sich Stiebel Eltron von dem Image, ein sozial verantwortungsbewusst handelndes Familienunternehmen zu sein und reiht sich in die Unternehmen und Konzerne ein, die ohne Not Arbeitsplätze in Berlin abbauen und damit vorwiegend langjährige Mitarbeiter/innen, die zum Unternehmenserfolg beigetragen haben, in die Arbeitslosigkeit entlassen“, so Irene Schulz .

 

Mit solchen Reaktionen musste sich die Geschäftsführung auf einer Betriebsversammlung auseinander setzen. Die Botschaft der Belegschaft war eindeutig: Die Geschäftsführung wurde aufgefordert, sich ihrer Verantwortung sowie den Argumenten und Angeboten der Belegschaft zu stellen. Der Beschluss zur Werksschließung muss zurück genommen werden.

  

 

Weitere Informationen bei Irene Schulz, Tel.: 0173/2304740