Tarifauftakt in der ostdeutschen Stahlindustrie - Metaller fordern 6 Prozent mehr Einkommen

  • 22.09.2010
  • pf
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Zum Beginn der ersten Tarifverhandlung für die ostdeutsche Stahlindustrie demonstrierten 200 MetallerInnen am Donnerstag für ihre Forderungen und zeigten sich kämpferisch.

Der Bezirksleiter des IG Metall Bezirkes Berlin-Brandenburg-Sachsen Olivier Höbel begründete die Forderung. Diese gliedert sich in drei Teile:

 

1. Einkommenserhöhungen von 6% denn die Beschäftigten haben in der Krise die Hauptlast getragen. Durch Kurzarbeit waren die Einkommen entsprechend niedriger. "Wenn es jetzt besser wird wollen wir auch beteiligt werden!" So Olivier Höbel. Produktivität, Umsatz und Gewinn seien gestiegen. Nun sei es an der Zeit, diejenigen die dies erarbeitet haben auch zu beteiligen.

 

Der zweite Teil der Forderung berücksichtigt die, die in der Krise als erste ihren Job verloren haben. Die Leiharbeiter konnten nicht in den Betrieben gehalten werden. Dies sei aber die Folge von Deregulierung im gesetzlichen Bereich. "Diese haben wir nicht akzeptiert und werden wir auch nicht akzeptieren. Wir werden auch auf der politischen Ebene weitekämpfen um diesen Sachverhalt abzustellen." So Höbel. Die tarifliche Gleichstellung von Leiharbeiters sei deshalb eine logische Forderung.

 

Dass sich die Arbeitslandschaft immer weiter ändert begründet den dritten Teil der Forderung. Ältere Menschen müssen ohne gesundheitliche Schäden und finanziel gesichert in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig sei es notwendig jungen Menschen eine Perspektive zu bieten.

"Jugend braucht Zukunft. Stahl hat Zukunft. Jetzt muss beides zusammen gebracht werden"

 

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