Tarifkommissionen der IG Metall diskutierten über Forderungen 2012

  • 26.08.2011
  • md
  • Aktuelles, Metall-/Elektro

Die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen diskutierten in dieser Woche in Leipzig und Berlin über die bevorstehende Tarifrunde. Schwerpunkte sind höheres Entgelt für Beschäftigte und Leiharbeitskräfte sowie die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten.

Metall-Tarifkommission Sachsen: Die Diskussion beginnt

Es sei notwendig, eine gerechtere Umverteilung der Werte durchzusetzen, die in der Realwirtschaft erarbeitet werden, hieß es in den Diskussionen der Gremien. Die aktuelle Wirtschaftslage in den Tarifgebieten ist gekennzeichnet durch eine gute Auftragslage und hohe Auslastungsgrade in der Industrie, allen voran die Automobilbranche.

 

Die permanent ungleiche Verteilung von Löhnen und Gewinnen verhindert aber ein stärkeres Wachstum der Wirtschaft durch privaten Konsum. Nachdem der Export wieder auf Hochtouren laufe, müsse nun die Binnennachfrage gestärkt werden, sagte IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel. Er regte an, insbesondere die Finanzkrise in den Betrieben differenziert zu diskutieren. Es gehe um eine stabile Euro-Währung, die seit ihrer Einführung eine vorteilhafte ökonomische Entwicklung vor allem für die deutsche Industrie und deren Beschäftigte garantierte. Deshalb sei es in unserem Interesse, die gemeinsame Währung mit Eurobonds vor Spekulationsangriffen gegen einzelne Euro-Staaten zu schützen.

 

Die Tarifkommissionen waren sich einig: Die Krise ist noch nicht vorbei. Deshalb beurteilten sie es kritisch, dass die Bundesarbeitsministerin das Anliegen der IG Metall ablehnte, die bewährten Instrumente zur Krisenbewältigung wie Kurzarbeit weiterzuführen.


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