12.11.2025 | Rund 3.500 Tesla-Beschäftigte haben die Forderung der IG Metall-Faktion im Tesla-Betriebsrat nach einem Weihnachtsgeld unterschrieben. An diesem Mittwoch übergab die Gruppe „IG Metall – Tesla Workers“ die unterschriebenen Weihnachtskarten an das Management der Autofabrik in Grünheide. „Diese tolle Beteiligung ist ein riesiger Erfolg für die IG Metall-Gruppe im Tesla-Betriebsrat“, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto. „Die Belegschaft hat ihre Position sehr deutlich gemacht. Jetzt ist das Management am Zug“.
Seit Mitte September hatte die Gruppe „IG Metall – Tesla Workers“ Unterschriften in dem Werk gesammelt. Dazu verteilte sie Weihnachtskarten mit der Forderung, wie bei den anderen Autobauern in Deutschland auch bei Tesla ein Weihnachtsgeld zu zahlen. Als Ausgangspunkt nannte sie einen Beitrag von mindestens 1.500 Euro.
IG Metall – Tesla Workers (IG Metall-Gruppe im Tesla-Betriebsrat): „Wir alle wollen, was in anderen Werken normal ist: Weihnachtsgeld! Teslas Gewinne sind auch unsere Gewinne! In jedem Model Y steckt unsere Teamleistung, unser Schweiß und unsere Erschöpfung, mit der viele von uns nach Hause gehen. Elon Musk will sich den höchsten Bonus der Weltgeschichte auszahlen. Was sind dagegen 1.500 Euro Weihnachtsgeld für uns und unsere Familien?“
Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „In der gewerkschaftsfeindlichen Atmosphäre bei Tesla gehört viel Mut dazu, für die eigenen Interessen einzutreten. Genau diesen Mut haben 3.500 Kolleginnen und Kollegen in Grünheide mit ihrer Unterschrift gezeigt. Gemeinsam mit ihrer IG Metall machen sie Druck, damit die Beschäftigten genau wie bei den anderen Autobauern in Deutschland endlich auch bei Tesla ein Weihnachtsgeld erhalten. Dieses Jahr war wieder ein hartes Jahr bei Tesla in Grünheide. Die Belegschaft hat einen Anspruch, fair an dem Erfolg beteiligt zu werden, den sie Tag für Tag erarbeitet. Die Einführung eines Weihnachtsgeldes wäre nur gerecht und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Tarifvertrag, den die Beschäftigten auch bei diesem Autobauer dringend brauchen.“