Tischlerhandwerk peilt wieder Tarifverträge an

  • 15.12.2011
  • md
  • Aktuelles

Im Jahr 2012 wird es wieder Tarifverhandlungen für die 35 000 Beschäftigten im ostdeutschen Tischlerhandwerk geben. Darauf einigten sich die fünf Landesverbände der Arbeitgeber am 13. Dezember mit der IG Metall.

Tischlerhandwerk: Tariflöhne zum Leben

Die Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK), die im Jahr 2000 der IG Metall beigetreten war, hatte zuletzt 1993 einen  Tarifvertrag  für die neuen Länder abgeschlossen. Demnach betrug der Stundenlohn für einen Tischlergesellen ab 1996 20,30 DM (10,38 Euro).

 

Arbeitgeber und IG Metall kritisierten in ihren Gespächen den Verfall auskömmlicher Preise durch Dumpinglöhne. Sogar öffentliche Auftraggeber bevorzugten inzwischen ohne Rücksicht auf die Folgen für die öffentlichen Kassen nur billigste Angebote.

 

"Die Mehrzahl der Betriebe im Tischlerhandwerk ist modern und leistungsfähig", sagte IG Metall-Verhandlungsführer Bodo Grzonka. Eine gute Ausbildung sei eine Kernkompetenz des Handwerks. "Gute Produkte, gute Arbeit und Qualität haben ihren Preis und sind keine Ramschware. Gesellen müssen von ihrer Hände Arbeit auch ihre Familie ernähren können", sagte Grzonka

.

Die IG Metall begrüße deshalb alle gesetzliche Initiative gegen Lohndumping und für faire Wettbewerbsbedingungen. "Mindestlöhne und Tarifbindung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge schaffen Sicherheit und verhindern unnötige Transferleistungen und Aufstockungszahlungen des Staates", sagte Grzonka.

 


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