Weigl Group: Eine Erfolgsgeschichte aus Brandenburg und Sachsen

  • 22.02.2008
  • md
  • Aktuelles

Vom Härtefall über ERA zum Flächentarif – drei Belegschaften der Weigl Group in Sachsen und Brandenburg haben es geschafft. In dem Unternehmen, einst ein Härtefall, wird 2008 der Entgeltrahmentarif (ERA) eingeführt. Ein Stufenplan sichert die Angleichung der Einkommen der Beschäftigten an das Niveau des Flächentarifvertrags bis 2013. Der Bestand der Arbeitsplätze ist ebenfalls bis 2013 gesichert. "Das bedeutet: Ende des Verzichts und neues Selbstbewusstsein der Belegschaften in Finsterwalde, Glauchau und Reichenbach", sagte Bernd Spitzbarth von der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, der das Tarifwerk aushandelte.

Bernd Spitzbarth, IG Metall

In der Weigl Group gilt jetzt ein Haustarifvertrag, der Entgelte und Arbeitszeiten verlässlich regelt. „Ein erfreuliches Ende einer
langen Geschichte, die 2002 als Konfrontation begann, aber nun in einen vernünftigen Konsens mündete“, sagt Bernd Spitzbarth von der IG Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen.


Nach Verzicht auf Tariferhöhungen in den für Weigl schwierigen Jahren 2005, 2006 und 2007 erhalten die Belegschaften in Glauchau, Reichenbach und Finsterwalde jetzt mehr Geld: Das Eckentgelt für Facharbeiter steigt 2008 insgesamt um rund 160 Euro. Außerdem
ist die Beschäftigung an den Standorten Glauchau, Reichenbach und Finsterwalde bis 2013 gesichert.


Das zusätzliche Urlaubsgeld und die tarifliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) steigen 2008 auf jeweils 750 Euro (jetzt je 500 Euro). 2009 werden beide Posten nach nach den tariflichen Bestimmungen
gezahlt.


„Das Prinzip Tarifvertrag hat hier eine Bewährungsprobe bestanden, sagt Bernd Spitzbarth. Denn es hat sich erwiesen: Man kann vom tariflichen Härtefall über ERA zu einer Bezahlung nach Flächentarif kommen „Dabei hat mich beeindruckt, wie stark die Solidarität der Kolleginnen und Kollegen war, um alle Standorte zu erhalten. Das hat wesentlich zum Erfolg beigetragen“, sagt Spitzbarth.

 

Was die Betriebsräte sagen, die die Verhandlungskommission bildeten, steht in den Tarifnachrichten.