Zwei Stunden ging nix: Ausstand im Siemens Gasturbinenwerk Berlin

  • 11.05.2012
  • bg
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Die Forderungen nach Übernahme der Azubis, fairer Leiharbeit und guter Bezahlung werden breit unterstützt. Am Donnerstag beteiligten sich am Warnstreik in der Berliner Huttenstraße deshalb 700 Beschäftigte des Siemens-Gasturbinenwerks (PG) um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Arno Hager, Erster Bevollmächtigter von Berlin, forderte die Arbeitgeber zum Einlenken auf und warnte vor einer harten Auseinandersetzung. Alle Redner und Rednerinnen machten deutlich, dass in unserer Tarifrunde alle Themen wichtig sind und die Kolleginnen und Kollegen dahinter stehen. 

 

IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel hatte am Vormittag die Untätigkeit der Arbeitgeber scharf kritisiert: „Das Verhalten der Arbeitgeber ist eine grob fahrlässige Gefährdung zur Zukunftssicherung der gesamten Branche. Die junge Generation erwartet berufliche Perspektiven, statt Jobs auf Abruf nach Gutsherrenart oder als schlecht bezahlte Leiharbeit. Wir akzeptieren keinesfalls, dass die Arbeitgeber sich einfach in die Büsche schlagen."

 

Bislang haben die Arbeitgeber keinen weiteren Verhandlungstermin angeboten.