07.07.2025 | Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen weist auf die hohe Belastung für Beschäftigte aus Polen und Tschechien durch stationäre Grenzkontrollen hin. „Wir fordern ein Ende dieser Grenzkontrollen und eine Verständigung mit unseren Nachbarländern über sinnvollere Maßnahmen“, erklärte ein Sprecher des IG Metall-Bezirks. „Die Kolleginnen und Kollegen können aber nicht wochen- oder monatelang auf eine politische Einigung in Europa warten. Daher unterstützen wir die Forderungen von Wirtschaftsverbänden und Unternehmen nach einer sofortigen Entlastung. So könnten Passierscheine helfen, für Grenzgänger auf dem täglichen Arbeitsweg die Wartezeiten zu reduzieren.“
Die Kontrollen an den Grenzen zu Polen und Tschechien sind nicht nur grundsätzlich problematisch. Sie belasten im Alltag auch zahlreiche Beschäftigte, die in den Nachbarländern wohnen und zur Arbeit nach Deutschland pendeln. Sie stehen täglich bis zu zwei Stunden und mehr im Stau und kommen so inklusive An- und Abfahrt auf unerträglich lange Arbeitstage. Erschwert wird die Lage durch die Entscheidung Polens, als Reaktion auf die einseitige deutsche Politik selbst eigene Grenzkontrollen durchzuführen.
„Dies verschärft die Nöte der Grenzgänger weiter“, so ein Sprecher der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Die Kolleginnen und Kollegen brauchen jetzt sofort Erleichterungen. Wir begrüßen es daher, dass sich auch Wirtschaftsverbände und Unternehmen wie Tesla für eine erste, schnelle Abhilfe durch Passierscheine einsetzen. Dies kann eine Brückenlösung bis zu einer dauerhaften Klärung sein.“