Pressemitteilung 09.12.2025

Jan Otto: „Tesla-Geschäftsführer hat Angst vor der Diskussion mit uns!“

09.12.2025 | Die Leitung des Tesla-Werkes in Grünheide will sich auch auf der heutigen Betriebsversammlung nicht der Diskussion mit der IG Metall stellen. Geschäftsführer André Thierig erklärte in seiner Antwort an die IG Metall, es bestehe „weder aktuell noch zukünftig ein Anlass oder ein Erfordernis für einen Dialog mit der IG Metall“. IG Metall-Betriebsräte und Bezirksleiter Jan Otto werten das als Zeichen der Angst vor einer offenen und gleichberechtigten Debatte.

Dazu die Fraktion „IG Metall – Tesla-Workers GFBB“ im Tesla-Betriebsrat: „André Thierig spricht so gerne und viel über die IG Metall, dass er dafür sogar regelmäßig die Produktion anhält. Wir haben ihn aufgefordert, nicht nur über, sondern mit der IG Metall zu sprechen – und zwar ganz offen und gleichberechtigt vor der ganzen Belegschaft auf der Betriebsversammlung.

Dass André diese Aufforderung abgelehnt hat, wundert uns nicht. Er weiß: Seine Propaganda gegen uns und unseren Einsatz für die Rechte der Belegschaft funktioniert nur, solange er keine anderen Meinungen zulässt. In einer sachlichen Diskussion hätte er keine Chance, damit zu überzeugen. Zum Glück gibt es eine Menge Kolleginnen und Kollegen, die lieber selbst nachdenken, als sich ihre Meinung von ihrem Chef vorschreiben zu lassen. Irgendwann wird André mit uns reden wollen.“

Jan Otto, Leiter des IG Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Mit dieser Blockade zeigt Herr Thierig, dass er von einer offenen Debatte und Meinungsfreiheit im Werk in Grünheide nichts hält. Entweder er darf nicht mit uns sprechen oder er ahnt, dass er in der direkten Debatte mit uns keine gute Figur machen würde? Mangelndes Interesse an der IG Metall kann nicht der Grund sein.  Für antigewerkschaftliche Propaganda wird bei Tesla regelmäßig das Band angehalten. Seit Jahren erzählt der Werkleiter den Kolleginnen und Kollegen einerseits, sie hätten heute bessere Arbeitsbedingungen als mit IG Metall-Tarifverträgen. Gleichzeitig behauptet er, eben diese IG Metall-Tarifverträge hätten andere Unternehmen kaputt gemacht. Jetzt hat er Angst davor, dass dieser Unsinn in der Diskussion mit uns auffliegt. Immer größere Teile der Belegschaft verstehen schon jetzt: Diese Geschichten haben nur den Zweck, sie davon abzuhalten, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Der oberste Auftrag von Herrn Thierig ist offenbar, die Alleinherrschaft von Elon Musk in Grünheide abzusichern, koste es was es wolle. Dass die Belegschaft sich zusammenschließt, um über ihre Arbeitsbedingungen mitzubestimmen, ist bei Tesla nicht vorgesehen. Aber genau dabei werden wir sie unterstützen, koste es was es wolle.“

Zum Hintergrund: IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto hatte Ende November in einer persönlichen Mail Tesla-Geschäftsführer Thierig aufgefordert, sich der Diskussion zu stellen. „Zeigen Sie, dass Grundrechte und insbesondere die Meinungsfreiheit Werte sind, die das Unternehmen Tesla achtet und lassen Sie einen offenen Dialog zu“, so Jan Otto in dem Schreiben. Auf diesem Weg könnten der Manager und die Beschäftigten aus erster Hand Informationen über die IG Metall erhalten.

Für Rückfragen: Markus Sievers, 0151 29 23 11 82

Von: bw

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