Deutscher Betriebsrätepreis

Der "Deutsche Betriebsräte-Preis", eine Initiative der Fachzeitschrift "Arbeitsrecht im Betrieb", zeichnet seit 2009 das Engagement und die erfolgreiche Arbeit von Betriebsräten aus, die sich nachhaltig für den Erhalt oder die Schaffung von Arbeitsplätzen oder für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Unternehmen einsetzen.

 

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des "Deutschen BetriebsräteTags".

Eine Liste mit allen Preisträgern sowie die Dokumentation aller nominierten Projekte gibt es auf der Seite des BUND Verlags.

 

Der "Deutsche Betriebsräte-Preis" wird auch in 2015 ausgeschrieben und verliehen. Weitere Informationen dazu und zum aktuellen Preis unter www.deutscher-betriebsraete-preis/.de

Standorte und Arbeitsplätze gesichert

Der Sonderpreis in der Kategorie Beschäftigungssicherung ging an den Betriebsrat der Siemens AG in Leipzig für sein Zukunftskonzept zur Standortsicherung.

Die Konzernleitung wollte viele Jobs verlagern. Betriebsrat und Belegschaft erarbeiteten daraufhin ein Konzept, das die Münchner Siemens-Zentrale letztendlich überzeugte.

Mittlerweile wird in Leipzig die Steuerung für eine Anlage hergestellt, mit der überschüssige Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen stammt, gespeichert werden kann.

"Dieser Tarifvertrag ist im Handwerk ein echter Durchbruch"

Das erklärt Thomas Jagmann, Betriebsrat der Volkswagen Group Retail (VGRD in Leipzig. Mithilfe eines neuen Tarifvertrages gelten in den 30 Autohandelsgesellschafen mit 109 Standorten nun einheitliche Standards für Vergütung und Qualifizierung. Zudem wurden überall Betriebsräte gewählt.

 

30 Autohandelsgesellschaften mit 109 Standorten, verteilt über ganz Deutschland, mal mit, mal ohne Betriebsrat, mal mit, mal ohne Tarifvertrag: Unter dem Dach der VGRD Wolfsburg sammelte sich ein Flickenteppich unterschiedlichster Arbeitsbedingungen und Mitbestimmungskulturen.

 

Während der Arbeitgeber immer den Überblick behielt, lief der Austausch aufseiten der Beschäftigten holprig. Mitbestimmung gab es nicht überall. Viele Entscheidungen fielen auf zentraler Ebene. Die Betriebsräte erkannten, welche Gefahr drohte. Thomas Jagmann, Betriebsrat in Leipzig erzählt: "Der Arbeitgeber konnte die Standorte jederzeit gegeneinander ausspielen." Das wollten die Betriebsräte der VGRD verhindern. Gemeinsam mit dem VW-Betriebsrat und der IG Metall entwi­ckelten sie einen Tarifvertrag zur Gründung eines Konzernbetriebsrats.

 

"Dieser Tarifvertrag ist im Handwerk ein echter Durchbruch", sagt Jagmann. "Mitbestimmung und vor allem Konfliktlösung findet auf Augenhöhe statt. Es gibt zentrale Standards etwa für Vergütung oder Qualifizierung. Überall gelten nun Tarifverträge. An allen Standorten wurden Betriebsräte gewählt. Und Standortverkäufe laufen nach dem Best-Owner-Prinzip: Käufer werden nicht nur nach ihrem Gebot, sondern auch nach ihren Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen ausgesucht. "Mit dem Tarifvertrag haben wir das Herr-im-Hause-Prinzip überwunden, das im Handwerk oft noch herrscht."


Gruppen

Termine

Mai17

17.05.2018 - 10.08.2018

„en Route“ - Silvia Lorenz und Peter Pilz

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Pinnwand

  • Zerschlagung der Gewerkschaften 1933
  • "Arbeit: sicher und fair - FÜR ALLE"
  • Respekt! Kein Platz für Rassismus
  • Zwischen Familie und Beruf ist kein Platz für ein Oder!
  • Mitglied werden in der IG Metall

WIR in der IG Metall

  • Julia Berthold

    Volkswagen Sachsen Motorenwerk in Chemnitz

    "Ich möchte mehr Zeit für meine Freunde, Familie und für Weiterbildung. Das Ansparen von Zeit fände ich sehr sinnvoll, um Zeit zu haben, wenn ich sie für mein Privatleben benötige."

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  • Ariane Grund

    Vertrauensfrau bei Volkswagen Sachsen Motorenwerke Chemnitz

    "Meine Zeit für Familie und meine Hobbys!"

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  • Hartmut Schink

    Betriebsratsvorsitzend er bei MAHLE Industry in Heinsdorfergrund

    „Die 35-Stunde-Woche ist in erster Linie eine Frage der Gerechtigkeit: Die Ost-West-Angleichung ist längst überfällig. Und Arbeitszeitverkürzung ist eine Frage der Gesundheit. Mit dem immer weiter steigenden Leistungsdruck und der Arbeitsverdichtung halten die Leute sonst bis zur Rente nicht durch.“

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  • Daniel Pfeifer

    stellvertretender Betriebsvorsitzender bei Koenig & Bauer in Radebeul

    "Wir brauchen eine Nachfolge-Regelung für unsere Arbeitszeitkonten. Es kann nicht sein, dass nur der Arbeitgeber flexibel auf Auftragsflauten reagieren kann."

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  • Jörg-Michael Kutz

    Vertrauenskörper-Leiter bei Procter & Gamble in Berlin

    „Flexibilisierung darf keine Einbahnstraße sein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss in allen Lebensphasen möglich sein.“

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