Familie und Beruf in Balance? Eine Bilanz für Sachsen

  • 25.01.2012
  • md
  • Aktuelles, Betriebsräte, Frauen, Vertrauensleute

Familie und Beruf - Ob und wie das in sächsischen Betrieben zusammengeht, diskutierten die Teilnehmer einer Tagung der IG Metall zum Abschluss eines Projekts am Donnerstag in Chemnitz. "Die zufriedenstellende Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit rückt jetzt vom Rand des gesellschaftlichen Bewusstseins stärker in den Mittelpunkt. Um hier voranzukommen, braucht es selbstbewusste Belegschaften und aktive Gewerkschaftsmitglieder. Ohne diese und ohne die Unterstützung der Politik geht es nicht", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Foto: Igor Pastierovic

Eine bessere Vereinbarkeit von Arbeits-und Privatleben sei ein wichtiger Faktor, um die knapper werdenden Fachkräfte an die Betriebe in Sachsen zu binden, sagte Susanne Meves vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales.

 

Schönen Worten müssten auch Taten folgen, sagte Christiane Benner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. "Auch unsere Untersuchungen ergeben: Die Familienfreundlichkeit der Unternehmen ist bei weitem nicht so stark ausgeprägt, wie behauptet wird. Die von uns befragten Gewerkschafter und Betriebsräte zeichnen ein anderes Bild." Auch in anderen Bezirken der IG Metall müssten Initiativen wie in Sachsen tätig werden. "Von Sachsen lernen heißt siegen lernen", sagte Benner.  

 

Während der zweijährigen Arbeit an diesem Thema wurde deutlich, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viele Beschäftigte vor wirklich schwierige Probleme stellt, sagte Mechthild Kopel von der Wert.Arbeit GmbH Berlin, die das Projekt für die IG Metall führte. "Was man vorher vage vermuten konnte, wurde zur Gewissheit", sagte Kopel. 

 

Motor der Entwicklung zum Besseren, so zeigte sich in der Diskussion, sind die Betriebsräte der IG Metall. Im Zuge der Projektarbeit, so die Betriebsräte, entdeckten viele Geschäftsführer die Chancen einer gesundheits- und familienbewussten Unternehmensführung, sagte Jutta Ehlers, Bezirkssekretärin der IG Metall. Dies stärke die Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten ebenso wie die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen.

 

Betriebsräte und Vertrauensleute der IG Metall berichteten über ihre Erfahrungen während der Projektarbeit. Dabei seien erstaunliche Ergebnisse herausgekommen. Viele Verbesserungen, etwa beim Arbeitsklima in der Firma, seien ohne große Kosten zu erreichen.

 

Marion Leuschner von der Leipziger Firma Bitzer berichtete,  Leiharbeitskräfte aus ihrem Betrieb hätten nach der Übernahme in feste Arbeitsverhältnisse geheiratet und Familien gegründet. In der Wäscherei Berendsen, einem ehemals reinen Familienbetrieb, wurden  im Zuge des Betriebsübergangs strukturelle Probleme und ein "hausgemachter" Leistungsdruck offenbar.

 

Materalien zum Thema "Familie und Beruf"

 

Redebeitrag Olivier Höbel

11 Thesen IG Metall

Vereinbarkeit hat ein Gesicht

 

Checkliste Schichtplangestaltung

Fragen Wirtschaftsausschuss

Workshopkonzept Schichtarbeit

 

Fragebogen Kinderbetreuung

Gute Argumente für Familienfreundlichkeit

Broschüre Familie und Beruf Sachsen

Kontaktmöglichkeiten Elternzeit

Check Familienfreund

 

Flyer Gesundheit 1

Flyer Gesundheit 2

Flyer Gesundheit Hilfsmittel

Fragebogen Gesundheitsbelastungen

 

Kurzbeschreibung Automobilzulieferer 1

Kurzbeschreibung Automobilzulieferer 2

Kurzbeschreibung Automobilzulieferer 3

Kurzbeschreibung Eisengießerei

Kurzbeschreibung Elektroindustrie

Kurzbeschreibung Eletronikindustrie

Kurzbeschreibung Heimtextilien

Kurzbeschreibung Stahlbau

Kurzbeschreibung Textilservice

Kurzbeschreibung Umwelttechnik

 

Fragebogen Personalpolitik

Rechte der Betriebsräte

 

Präsentation Workshop Kommunikation

 

Stressbarometer

 

 

 

 

 

 


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