Zum 8. März: Wir wollen die soziale Innovation!

08.03.2013 | Gleiche Chancen, gleiches Entgelt, gute Bedingungen, um Familie und Beruf zu vereinbaren - diese Forderungen bedeuten auch im Jahr 2013, eine soziale Innovation durchzusetzen. "Wir wollen nicht mehr und nicht weniger als diese soziale Innovation", sagte Jutta Ehlers, Bezirkssekretärin der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, am Freitag in Berlin.

Die IG Metall will eine gesetzliche Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte, nachdem die Selbstverpflichtung der Unternehmen wirkungslos blieb. Nur 13 Prozent der Dax-Vorstände und 15 Prozent der Aufsichtsräte in Deutschland sind Frauen.

 

Ein flächendeckender Mindestlohn und eine Reform der Minijob-Regelung, wie die IG Metall sie fordert, würden insbesondere Frauen zugute kommen und sie besser vor Altersarmut schützen. Der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen bei gleicher Arbeit betrage in Deutschland noch immer 22 Prozent - ein skandalöser hinterer Platz im europaweiten Ranking. Dagegen fordert die IG Metall ein Entgeltgleichheitsgesetz, das die Unternehmen verpflichtet, Entgeltlücken aufzudecken und zu korrigieren.

 

Zudem seien  gesetzliche Regelungen notwendig, dass Männer und Frauen gleichberechtigt die Verantwortung für die Familie übernehmen können. Dazu gehören die Abschaffung des Betreuungsgeldes und der Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Unternehmen müssen familienfreundlichere Arbeitsplätze und flexiblere Arbeitszeitmodelle anbieten.

 

Antiquierte politische Vorstellungen und überholte Rollenbilder müssten im 21. Jahrhundert endgültig überwunden werden.  Wir werden uns dafür einsetzen, dass der begonnene Kulturwandel weitergeht und sich in konkreten Verbesserungen niederschlägt", sagte Jutta Ehlers. 

 

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Von: md