Neu in Sachsen

Azubiticket in Sachsen: Preiswerter zum Ausbildungsort

  • 22.02.2019
  • ag
  • Jugend/Azubis

Ab 1. August 2019 können Auszubildende in Sachsen für einen monatlichen Abopreis von 48 Euro die öffentlichen Verkehrsmittel von zwei Verkehrsverbünden nutzen. Dafür haben sich die Gewerkschaften eingesetzt und nun wird das Azubiticket endlich in die Tat umgesetzt.

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Die Kosten sinken deutlich, denn im Schnitt mussten Auszubildende bisher monatlich über 100 Euro für die Nutzung zahlen. Der Preis für das Azubiticket in Sachsen steigt pro weiterem Verkehrsverbund um 5 Euro, welche in manchen Regionen zwangsläufig genutzt werden müssen.

Das Ticket ist verfügbar für alle Schülerinnen und Schüler von berufsbildenden Schulen in Sachsen. Ebenfalls wurde an einem Freizeitticket für Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen gearbeitet. Das Azubiticket war im Koalitionsvertrag der sächsischen Regierung vereinbart worden und wurde nun endlich realisiert.

An dem Thema Fahrten mit mehreren Verkehrsbetrieben und die Verknüpfung an den Schienenverkehr muss noch gearbeitet werden. Ob und wie es weitergeht, wird das nächste Treffen der Koordinierungsgruppe zeigen. Diese besteht aus Vertretern der Zweckverbände und des Wirtschaftsministeriums.

Die Debatte um bezahlbare Mobilität zum Betrieb und in die Berufsschule bricht bundesweit nicht ab. So fordert die DGB-Jugend bundesweit kostenlose Azubi-Tickets. Auch in Brandenburg bewegt sich etwas. Die Regierungsparteien einigten sich 2018 auf einen Vorschlag für ein Azubi-Ticket, welches „einen Euro pro Tag“ kosten und im gesamten Bundesland gelten soll. Umgesetzt wurde dieser Vorschlag allerdings noch nicht. 

In Berlin bleibt es bei den bisher bestehenden Regelungen, so dass Azubis, je nach Streckenauswahl und Abo-Variante monatlich zwischen 44,50 Euro und 76,10 Euro für die Fahrt in Berlin zahlen.

„Ein guter Start für bezahlbare Mobilität zu den Ausbildungsorten! Wir wünschen allen Auszubildenden im Bezirk eine gute Fahrt!“, sagt Astrid Gorsky, Bezirksjugendsekretärin der IG Metall.