Tarif 2012: Mehr Geld, Perspektive für Junge und Leiharbeit im Fokus

  • 24.01.2012
  • md
  • Aktuelles, Jugend/Azubis, Leiharbeit, Metall-/Elektro

Deutlich höhere Entgelte, Perspektiven für die Jugend und mehr Mitbestimmung für Betriebsräte über Leiharbeit im Unternehmen - das stellen die Metallerinnen und Metaller in Berlin, Brandenburg und Sachsen in den Mittelpunkt der Tarifrunde 2012.

Tarifkommission: Nachdenken über Leiharbeit

Die Tarifkommissionen für die  Metall- und Elektroindustrie berieten am Dienstag in Leipzig und am Freitag in Berlin. Nachdem die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten in den vorigen Sitzungen behandelt wurde, erörterten die Vertreter aus den Betrieben jetzt die wirtschaftliche Lage und die Situation im Bereich der Leiharbeit. 

 

Die Anzahl dieser Beschäftigten erreicht mit knapp einer Million bundesweit derzeit neue Rekorde. Rund 43 Prozent der Neueinstellungen im Organisationsbereich der IG Metall erfolgten nach der Krise über Leiharbeit, ergeben Analysn der Gewerkschaft. Demnach haben die meisten Betroffenen eine abgeschlossene Berufsausbildung und verweilen länger als drei Monate in ihren Einsatzbetrieben. "Das führt die deklarierte Absicht der Arbeitgeber endgültig ad absurdum, sie wollten mit Leiharbeit lediglich Produktionsspitzen flexibel und vorübergehend abdecken", sagte Bezirksleiter Olivier Höbel. 

 

Die exzessive Nutzung von Leiharbeit und Werkverträgen sei zur personalpolitischen Strategie der Unternehmen geworden. In der Praxis würden damit gespaltene Belegschaften geschaffen. "Wir lassen uns aber nicht spalten", so Höbel. Die IG Metall kämpfe in dieser Tarifrunde entschlossen für mehr Rechte der so genannten Randbelegschaften. "Das ist selbstverständlich eine Frage der Solidartät mit den Betroffenen. Aber es ist auch eine Abwehrstrategie der IG Metall im Interesse der Stammbelegschaften, denn die Arbeitgeber bedrohen mit Leiharbeit und Werkverträgen unsere Tarifverträge und die Standards unserer Arbeitsbedingungen", sagte Höbel und stellte klar: "Wir sind nicht gegen Leiharbeit, aber wir bekämpfen den Missbrauch." 

 

Nach weiterer Diskussion in den Betrieben wollen die Tarifkommissisonen am 23. Februar die Forderungen der IG Metall für die Metall- und Elektoindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen beschließen.

 

metallnachrichten Nr. 03 

 


Junge IG Metall

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Bezirkssekretär im Tarifbereich

Tel:  030 25 37 50 37

E-Mail: tomasz.gorskidon't want spam(at)igmetall.de

Michael Wolf

Projekt Berufsschularbeit

Tel:  030 25 37 50 37

Fax: 030 25 37 50 25

E-Mail: michael.wolf(at)igmetall.de

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