Pressemitteilung

IG Metall stellt Strafanzeige gegen Tesla-Geschäftsführer Thierig

17.02.2026 | Die IG Metall hat Strafanzeige wegen übler Nachrede gegen Tesla-Geschäftsführer André Thierig gestellt. Zugleich beantragte sie beim Arbeitsgericht Frankfurt/Oder eine Einstweilige Verfügung, um André Thierig die weitere Verbreitung falscher Behauptungen zu untersagen. Sie reagierte damit auf Aussagen des Tesla-Geschäftsführers, in denen er im Betrieb und in der Öffentlichkeit wahrheitswidrig Vorwürfe gegen einen IG Metall-Beschäftigten erhebt. Darüber hinaus bereitet die IG Metall eine Klage wegen Union Busting (Behinderung von Gewerkschaftsarbeit) vor.

Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Juristische Auseinandersetzungen sind nicht unsere favorisierte Form der Auseinandersetzung. Wir kämpfen am liebsten mit unseren Mitgliedern in inhaltlichen Auseinandersetzungen für bessere Arbeitsbedingungen. Aber wenn ein Unternehmen Mitbestimmung und Gewerkschaftsarbeit derart aggressiv bekämpft, setzen wir uns mit allen Mitteln zur Wehr, auch mit juristischen.

Wir werden nicht zulassen, dass Tesla mit diesem Angriff auf die Demokratie im Betrieb durchkommt. Unser Interesse ist, dass das von Tesla initiierte Strafverfahren gegen einen IG Metall-Beschäftigten schnell abgeschlossen wird. Wir wollen, dass die Ermittlungsergebnisse vor der Betriebsratswahl Anfang März vorliegen. Dann können sich die Beschäftigten selbst ein Bild machen, wer die Wahrheit und wer die Unwahrheit sagt.“

Tesla wirft einem IG Metall-Beschäftigten zu Unrecht vor, eine Betriebsratssitzung auf seinem Laptop aufgezeichnet zu haben. Um die Ermittlungen zu beschleunigen und sich besser gegen die von Tesla verbreiteten falschen Vorwürfe wehren zu können, hat der IG Metall-Kollege über seine Anwälte den Ermittlungsbehörden angeboten, mit seinem Passwort den Laptop für sie zur Durchsicht zu öffnen. So können die Ermittler sehr schnell erkennen, dass er anders als von Tesla behauptet die Betriebsratssitzung nicht aufgezeichnet hat. Der Laptop befindet sich bei den Ermittlungsbehörden, die ihn zur Aufklärung des Sachverhaltes benötigen.

Für Rückfragen: Markus Sievers, 0151 29 23 11 82

Von: bw

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