07. Juli 2014: Daimler-Beschäftigte protestieren am Dienstag gegen Zerschlagung ihrer Niederlassungen - Kundgebung vor Mercedes Benz-Zentrale in Berlin

  • 07.07.2014
  • Aktuelles

Der Autobauer Daimler will an 36 Standorten der konzerneigenen Niederlassungen seine Autohäuser und Werkstätten verkaufen. Am 25. Juni legte die Unternehmensseite dem Gesamtbetriebsrat und der Niederlassungskommission (GBR/NLK) „ein Horrorpaket“ zur Neuausrichtung der Niederlassungen vor. Für die IG Metall gehen die Vorhaben zum Verkauf von Niederlassungen und Überführung in GmbHs über den Vorstandsbeschluss vom 28.04.2014 hinaus.

Die Betriebsräte der Niederlassungen lehnen die Verkaufspläne ihrer Niederlassungen strikt ab. So wird die IG Metall Rostock und Schwerin am Dienstag eine erste Protestkundgebung mit rund 150 Beschäftigten aus Mecklenburg-Vorpommern vor der neuen Mercedes Benz-Zentrale beim Ostbahnhof in Berlin durchführen.

Insgesamt stehen bis zu 36 Teilbetriebe und Niederlassungen zum Verkauf oder sollen zu eigenständigen GmbH-Betrieben umgewandelt werden. Allein in diesen Teilbetrieben arbeiten heute über 1.500 Beschäftigte. An den 158 Standorten sind rund 15.000 Menschen beschäftigt. Diese Standorte sollen regional umstrukturiert werden. Einkommen nach Tarifvertrag gerieten in Gefahr.

"Belegschaften und Betriebsräte werden das so nicht akzeptieren und für den Erhalt unserer Niederlassungen kämpfen", kündigte Daimler-Betriebsratschef Dirk Runow aus Rostock an, dessen Niederlassungen als erste zum Verkauf anstehen. „Ein Verkauf ist aus Sicht der Beschäftigten nicht nachvollziehbar und Ausdruck einer wirtschaftlichen Fehlentscheidung. Die Niederlassungen in MV erwirtschaften schwarze Zahlen“, so Runow. In MV sind insgesamt 310 Beschäftigten von den Verkaufsabsichten des Unternehmens betroffen.

Protestkundgebung 8. Juli um 10.00 Uhr

Mariane-von-Rantzau-Str. / Ecke Mühlenstraße Nordseite, 10243 Berlin

Ansprechpartnerin vor Ort: Anke Brauer, Mobil 0160 5331406