1. Dezember 2011: Manroland - Aktionstag im Vogtland

  • 01.12.2011
  • Aktuelles

Die IG Metall, der Betriebsrat und die Belegschaft der manroland AG, Werk Plamag, protestieren am 1. Dezember um 14:00 Uhr vor dem Wendedenkmal in Plauen mit einem Aktionstag für den Erhalt des Standortes im Vogtland.

 

Der Protest richtet sich gegen den Finanzinvestor Allianz Capital Partners und die Münchner Volkswagen Tochter MAN als Eigentümer von manroland, die untätig die Firma in Plauen pleitegehen lassen und 700 Arbeitsplätze bedrohen.

 

Die Beschäftigten von manroland fordern die Anteilseigner auf, zusammen mit der Politik alles zu tun, um dem Unternehmen eine faire Chance zu geben. Für viele Menschen im Vogtland ist das Leben ohnehin am Rande der Armutsgrenze bereits Alltag.

 

„Wenn manroland nicht geholfen wird, geht eine ganze Region in die Knie." sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Die IG Metall fordert angesichts des Insolvenzantrags der manroland AG die beteiligten Parteien auf, sich gemeinsam für den Erhalt des Unternehmens und seiner über 6.600 Arbeitsplätze einzusetzen. Die Altgesellschafter MAN und Allianz müssen sich mit erheblicher finanzieller Unterstützung ihrer Verantwortung für das Unternehmen stellen. Zum anderen muss auch die Sächsische Staatsregierung alle ihre Möglichkeiten aktiv ausschöpfen.

 

Olivier Höbel betonte: "Ein Unternehmen wie manroland in Plauen, mit über 115jähriger Geschichte und Erfahrung im Druckmaschienenbau mit hochqualifizierten Beschäftigten kann man nicht einfach abschreiben. Wir erwarten, dass Gesellschafter und Management, Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium schnell gemeinsam mit der betrieblichen Interessenvertretung und der IG Metall, zukunftsfähige Lösungen erarbeiten."