1. Februar 2013: 3,3 Prozent mehr Geld beim Automobil-Logistiker Schnellecke. Einheitlicher Mindestverdienst jetzt bei 10 Euro

  • 04.02.2013
  • Aktuelles

Beim Automobil-Logistiker Schnellecke in Sachsen wurde gestern für vier Standorte ein Tarifabschluss erzielt. Die rund 1300 Beschäftigten und Auszubildenden erhalten am Standort Glauchau ab dem 1. März 2013 und in Leipzig und Dresden ab dem 1. Mai eine Tariferhöhung von 3,3 Prozent. Ab Mai gilt damit an allen Schnellecke-Standorten in Sachsen eine einheitliche Tariftabelle und eine tarifliche Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden. Die Angleichung unter den Standorten ist damit vollendet.

 

Gleichzeitig hat die IG Metall einen Mindestlohn von 10 Euro als unterste Entgeltgruppe durchgesetzt, der ab dem 1. Februar in allen Schnellecke-Standorten bezahlt werden muss. An den Standorten Leipzig und Dresden erhalten die Beschäftigten zusätzlich 100 Euro für die Monate März und April. Darüber hinaus erhalten alle Auszubildenden pro Ausbildungsjahr 50 Euro Büchergeld. Mit einem neuen Zukunftstarifvertrag sollen die Herausforderungen der demografischen Entwicklung durch die Tarifparteien begleitet und alternsgerechte Arbeitsplätze geregelt werden.

 

"Ein gutes Ergebnis, mit dem die Tarifparteien bei Schnellecke erneut Standards setzen -  sowohl für den Bereich der industriellen Dienstleistungen als auch für die Automobilzulieferer", sagte die Verhandlungsführerin Jutta Ehlers, Tarifsekretärin bei der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Am Dienstag, dem 5. Februar, wird die betriebliche Tarifkommission das Verhandlungsergebnis bewerten und über Annahme entscheiden.