14. Mai 2009: Freitag außerordentliche Aufsichtsratsitzung von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt in Berlin - Stahlarbeiter demonstrieren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze

  • 14.05.2009
  • ew

Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt werden am Freitag, dem 15.05.2009 um 10:00 Uhr über 500 Beschäftigte vor dem Grandhotel Esplanade, Lützowufer in Berlin ihre Forderungen gegenüber dem Konzern und der Politik deutlich machen.

 

„Wir fordern Standortsicherheit und klare Perspektiven für 2500 EKO-Arbeitnehmer, 7500 Beschäftigte im Bereich Dienstleistungen, Handel und Versorgung, 30000 Menschen in Eisenhüttenstadt und 60000 in der Region“, erklärte Peter Ernsdorf, 1. Bevollmächtiger der IG Metall Ostbrandenburg.

 

Die Beschäftigten von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt (EKO) und die Menschen in der Region sind angesichts der aktuellen Entscheidungen des Konzerns zur Stilllegung von Anlagen in Proteststimmung. Mit Sorge um die Zukunft des Standortes haben die Beschäftigten auf die aktuelle Entscheidung des Konzerns reagiert, wonach ein Alternativkonzept der Eisenhüttenstädter zur Zeit nicht bestätigt wurde.

 

„Das Konzept sah vor, die Fahrweise des großen Hochofens der verminderten Produktionsmenge anzupassen, um flexibel auf den Markt reagieren zu können“, sagte Ernsdorf.

 

Nach Konzernentscheidungen soll künftig in Eisenhüttenstadt ein kleiner Ofen mit einer täglichen Produktionsmenge von 1600 Tonnen Roheisen zum Einsatz kommen. Dies entspricht nur einem Viertel der Gesamtkapazität am Standort.

 

Ebenso stehen weitere Anlagenstillstände bevor, um auf die reduzierte Stahlproduktion insgesamt zu reagieren.

 

Die Arbeitnehmervertreter bezweifeln die Äußerungen der Konzernspitze in den Medien, es handele sich dabei nur um „temporäre Marktanpassungen“.

 

Bereits jetzt schon bekommen Dienstleister auf Grund dieser Maßnahmen erhebliche Beschäftigungsprobleme.