14. Mai 2013: Bereits über 25.000 Beschäftigte in Warnstreiks in den Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen

  • 15.05.2013
  • Aktuelles

Seit dem Ende der Friedenspflicht am 1. Mai beteiligten sich bereits über 25.000 Beschäftigte aus 115 Betrieben an den Warnstreiks für die Forderungen nach 5,5 Prozent mehr Geld in der Metall- und Elektroindustrie in den Tarifbezirken Berlin-Brandenburg sowie in Sachsen. Darunter über 8.500 Beschäftigte in Berlin-Brandenburg und über 16.500 Beschäftigte in Sachsen. Auch heute legten über 1.700 Beschäftigte die Arbeit befristet nieder und traten in Warnstreiks.

Den Auftakt am heutigen Dienstag machten in Berlin 400 Beschäftigte von Alstom und Stadler mit einer Warnstreik-Kundgebung in Pankow. In Sachsen beteiligten sich bis Mittag (13:30 Uhr) rund 500 Beschäftigte aus 7 Betrieben an befristeten Arbeitsniederlegungen. Darunter Bosch Rexroth in Chemnitz, Robert Bosch Elektrowerkzeuge in Sebnitz, Automobilmanufaktur und Karosseriewerk sowie ThyssenKrupp Aufzüge inDresden, Johnson Controls Batterien in Zwickau. Bereits in der Nacht traten 100 Beschäftigte der Handtmann Leichtmetallgießerei inAnnaberg-Buchholz für eine Stunde in den Ausstand. Am Nachmittag werden noch rund 150 Beschäftigten von Bosch Thermotechnik in Neukirchen und rund 600 Beschäftigte von Koenig & Bauer sowie RIBE Elektroarmaturen inRadebeul zu den Warnstreiks vor den Werkstoren erwartet.

IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel zeigte sich über die Entschlossenheit und die umfangreiche Teilnahme der Beschäftigten an den Warnstreiks zufrieden, warnte jedoch vor voreiliger Ergebniserwartung in der heutigen Verhandlung in Bayern. „Wenn die Arbeitgeber nicht ordentlich beim Geld nachlegen wird es krachen“, so Höbel.

Falls in Bayern eine Einigung gelinge, so Höbel, sei dies unter anderem dem massiven Druck aus den Betrieben zu verdanken. „Wir hatten über 25.000 Warnstreikende im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen vor den Werkstoren. Unsere Entschlossenheit war sichtbar und das hat seine Wirkung.“