15. März 2012: Erste Metall Tarifverhandlung für Berlin-Brandenburg vertagt

  • 15.03.2012
  • Aktuelles

Ohne jede Annäherung endete heute in Berlin nach knapp zwei Stunden die erste Tarifverhandlung für die rund 100.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie für Berlin und Brandenburg. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent höhere Einkommen, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten sowie eine erweiterte Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit.

Nach den Verhandlungen sagte Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter in Berlin, Brandenburg und Sachsen: „Zu den wichtigen Fragen der Beschäftigung junger Menschen erwarten wir von den Arbeitgebern Bewegung. Als Leitbranche steht die Metall- und Elektroindustrie in der Pflicht, über die Zukunftsthemen und faire Arbeitsbedingungen mit der IG Metall Lösungen zu finden. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel und die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten ist ein hervorragendes Mittel, um Fachkräfte für die Unternehmen zu gewinnen und dauerhaft im Betrieb zu halten.“

Die wirtschaftliche Entwicklung sowie alle realwirtschaftlichen Fakten zeigen auch für 2012 ein weiteres Wachstum. Die IG Metall sieht deutlichen Spielraum für Entgelterhöhungen und ihren Anspruch gut begründet.

Olivier Höbel: „Gerade in Ostdeutschland entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen an der Attraktivität ihrer konkreten Angebote für junge Menschen. Das heißt berufliche Entwicklung mit einem verlässlichen Rahmen für Beruf und Privatleben. Es ist unverständlich, dass die Arbeitgeber trotz Wachstum die Interessen der Beschäftigten nach Sicherheit und Perspektive ignorieren.“

Am 27. März 2012 werden die Tarifverhandlungen fortgeführt.

Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie endet am 28. April 2012 um 24:00 Uhr, danach sind Warnstreiks möglich.