Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

15. März 2016: Kein Angebot der Arbeitgeber – Metall-Tarifverhandlung für Berlin und Brandenburg vertagt

  • 15.03.2016
  • lj
  • Aktuelles

Nach zwei Stunden endete am Dienstag die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg ohne ein Angebot der Arbeitgeber. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Außerdem soll die Vergütung der Auszubildenden in Berlin und Brandenburg überproportional steigen und dann prozentual an das Facharbeiter-Eckentgelt angekoppelt werden. Auszubildende in Berlin und Brandenburg verdienen bislang rund 25 Euro weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in Sachsen.

 

Vor Verhandlungsbeginn unterstützten rund 200 Beschäftigte aus Berliner Betrieben und aktive Metallerinnen und Metaller lautstark die Position der IG Metall-Verhandlungskommission. Mit Transparenten und Sprechchören zeigten sie vor dem Hotel Palace in Berlin ihre Kampfbereitschaft für die Tarifziele der IG Metall.

 

„Wir haben unsere Forderungen gut und sorgfältig begründet und den Arbeitgebern die hohen Erwartungen der Beschäftigten vermittelt. Die Arbeitgeber haben ausgesprochen kühl reagiert und sehen keinen Spielraum für ein Angebot“, sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Wir schauen jetzt auf die zweite Verhandlung am 15. April. Wir haben die Arbeitgeber aufgefordert, dort ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Dann werden wir sehen, ob sich das Klima zwischen den Tarifparteien noch weiter abkühlt als heute.“

 

Am Freitag, 15. April, um 10 Uhr werden die Tarifverhandlungen im Haus der Wirtschaft am Schillertheater in Berlin fortgesetzt.