Bosch-Rexroth

17. Dezember 2015: 63 Beschäftigte erkämpfen in der Uckermark ein Tarifergebnis bei Bosch-Rexroth

  • 17.12.2015
  • lj
  • Aktuelles

63 Beschäftigte erkämpfen in der Uckermark ein Tarifergebnis bei Bosch-Rexroth

Nach vielen Verhandlungsrunden, Protest- und Infoveranstaltungen sowie Warnstreiks, haben die 63 gut organsierten Beschäftigten zusammen mit der IG Metall jetzt einen Tarifvertrag bei Bosch Rexroth Interlit in Joachimsthal durchgesetzt.

Die im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin arbeitenden Beschäftigten des Maschinenbau-Zulieferers fühlten sich bislang als Menschen 2. Klasse. Bereits seit Mai 2014 wurde in der Uckermark verhandelt. Die Firma war bislang nicht an die Flächentarife gebunden. Den Beschäftigten der Joachimsthaler Niederlassung ging es vor allem um festgeschriebene Arbeitsbedingungen der Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie.

Nun gelang der Durchbruch trotz wirtschaftlich schwierigen Bedingungen und gleichzeitigem Konzernumbau mit einem Einstieg in die Tarifbindung sowie die Anerkennung wesentlicher Bedingungen der Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg. Zusätzlich gibt es belastbare Zusagen in die Prozess- und Innovationsplanung und eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2017. Betriebsrat und Geschäftsleitung haben darüber hinaus eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart, um ein wirtschaftlich solides Ergebnis am Standort zu erreichen.

„Ich habe größten Respekt vor dem entschlossenen Engagement der Beschäftigten in der Uckermark. Sie haben sich nicht einschüchtern lassen, sondern stets zusammengehalten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Absenkung der Arbeitszeit von 40 auf 38 Stunden in der Woche bei vollem Entgeltausgleich sowie eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2017. In wirtschaftlich schwieriger Situation setzen die Beschäftigten ein wichtiges Zeichen. Für die anderen Belegschaften in der Region ist das ein Zeichen für die eigene Rechte zu kämpfen“, sagt IG Metall-Bezirksleiter, Olivier Höbel in Berlin.