17. Mai 2013: Tarifeinigung für Metall- und Elektroindustrie in Sachsen - Tarifkommission billigt Übernahme des Pilotabschlusses

  • 17.05.2013
  • Aktuelles

IG Metall und der sächsische Arbeitgeberverband VSME haben am heutigen Freitag in Leipzig den in der Nacht zum 15. Mai erzielten Pilotabschluss aus Bayern auf die Metall- und Elektroindustrie in Sachsen übertragen. Die IG Metall-Tarifkommission hat die Übertragung des Pilotabschlusses auf Sachsen gebilligt. Das Ergebnis sieht eine Erhöhung der Einkommen in zwei Schritten um insgesamt 5,6 Prozent vor. Ab dem 1. Juli 2013 gibt es 3,4 Prozent und ab dem 1. Mai 2014 weitere 2,2 Prozent mehr Geld. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate. Eine Fachkraft erhält demnach in Sachsen mit der ersten Stufe 90 Euro mehr pro Monat. Mit der zweiten Stufe steigt das monatliche Brutto um insgesamt 151 Euro auf 2.797 Euro.

IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel wertete den Abschluss als Erfolg für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie und für die gesamte Region. „Das Ergebnis bringt den Beschäftigten einen spürbaren Einkommenszuwachs, der sie am erarbeiteten Erfolg der Unternehmen beteiligt. Auch Handel und Dienstleistungen profitieren von der Tariferhöhung, da die Beschäftigten mehr ausgeben können. Deshalb sind unsere Tarifverträge immer ein Plus für alle", sagte Höbel.

Vom Tarifergebnis mit der IG Metall profitieren rund 75 Prozent der 160.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen. 60 Betriebe mit rund 20.0000 Beschäftigten sind in direkter Tarifbindung mit dem VSME. Zusätzlich sind große Unternehmen wie VW Sachsen, GKN und Philips mit rund 10.000 Beschäftigten im Arbeitgeberverband VME in Berlin-Brandenburg tarifgebunden. Über 60 Unternehmen mit 25.000 Beschäftigten der Metallindustrie in Sachsen haben direkt mit der IG Metall eine Tarifbindung. Darüber hinaus orientiert sich der Großteil der Unternehmen in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie an den IG Metall-Tarifen.