21. Juni 2013: Dritte Tarifverhandlung im Kfz-Handwerk in Dresden - IG Metall ruft erneut zu Warnstreiks auf

  • 24.06.2013
  • Aktuelles

Am kommenden Dienstag (25. Juni) geht die Tarifverhandlung für das Kfz-Handwerk in den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen in Dresden in die dritte Runde. Zeitgleich erhöht die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber mit erneuten Warnstreiks in Dresden und Aktionen in Berlin und Brandenburg, um der Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld, einer überproportionalen Erhöhung der Azubi-Vergütungen sowie einer Strukturanpassung zur Angleichung an die Westtarife Nachdruck zu verleihen.

 

Die Arbeitgeber boten bisher nach zwei Nullmonaten eine Lohnerhöhung ab Juli von 2,6 Prozent und weiteren 2,4 Prozent ab August 2014 mit einer Gesamtlaufzeit von 26 Monaten an. Die IG Metall lehnte das Lösungsangebot ab, da es den bestehenden Abstand zu anderen Tarifgebieten erheblich vergrößere anstatt durch Strukturanpassungen zu verringern.

 

Im Tarifkonflikt des Kfz-Handwerks gab es zwischenzeitlich Tarifabschlüsse in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt sowie in Mecklenburg Vorpommern und in Schleswig-Holstein. Die Entgelte steigen dort in zwei Schritten um jeweils 2,8 Prozent.

 

IG Metall Verhandlungsführer Peter Friedrich erwartet von den Arbeitgebern in Dresden zu einer Lösung zu kommen. "Die Kfz-Arbeitgeber haben sich bei Auszubildenden zwar aufgeschlossen gezeigt, blieben allerdings noch unkonkret. Wir wollen jetzt darüber Klarheit und einen Abschluss. Das gilt auch bei den Einkommen der Facharbeiter“, sagte Friedrich.